Posterous theme by Cory Watilo

21. Wave-Gotik-Treffen | Der Plan

Wgt-kompass
Es ist mal wieder soweit, der schwarze Zirkus hält Einzug in Leipzig. Bis auf ein ausgefallenes Jahr bin ich nun seit 2001 jedes mal dabei gewesen wenn der Teufel in der Agra Messehalle, im Werk II und einer inzwischen riesigen Anzahl weiterer Veranstaltungsorte los ist. Da sich einige Umstände geändert haben, begann ich erst vor einer Woche mit den Planungen. Aber als routinierter WGT-Gänger ist da auch nicht mehr so viel Vorarbeit zu leisten. Die Pension ist ja schon seit dem letzten Pfingsten reserviert und die Karte hole ich eh immer auf den letzten Drücker - dank der Freiberger Touristinfo auch kein Problem.

Es wird ja im Vorfeld immer viel gejammert über die Organisation des WGT.

"Oaaar schon wieder teurer geworden"

81€ sind nicht wenig aber verglichen mit Rock am Ring und gemessen am Aufwand ein Festival in der ganzen Stadt Leipzig verteilt zu organisieren - also bitte.

"Die Bands sind so kacke!"

Es sind nicht jedes Jahr die gleichen Headliner da. Gut so. Ich mußte am Anfang auch ein bißchen suchen bis ich eine Hand voll Bands gefunden hab die ich sowohl kannte als auch mochte. Aber man kann sich ja auch mal auf Neues einlassen. Nicht wahr?

"Das Wetter ist zum kotzen!"

Dagegen kann ich leider auch kein entkräftendes Argument bringen. Das ist es nämlich meistens. Entweder verläuft einem die Schminke weil 35°C im Schatten sind oder weil es Bindfäden regnet. Aber was wären wir Deutschen wenns nix zu meckern gäbe. Und sei es nur das Wetter.

Dies nur am Rande um ein paar Klischees zu rezitieren.

Wie jedes Jahr werde ich ohnehin nicht alles schaffen was ich mir vorgenommen habe - nichtmal ansatzweise - aber einen Plan habe ich zumindest schonmal und der sieht im Groben wie folgt aus: (copy & paste von hier)

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Lange nichts geschrieben - sowas wie ein Manifest

Ich würde gerne mehr schreiben, aber oftmals fehlt mir einfach der Antrieb. Nicht das Interesse oder die Lust, sondern ganz einfach der letzte Impuls sich hinzusetzen und drauf los zu tippen. Dabei gibt es doch eigentlich genug Dinge über die ich mir Tag ein, Tag aus Gedanken mache. Nein, es ist sogar viel schlimmer, es gibt viel zu viele Dinge die permanent durch meine Neuronen blitzen. Da ist es schwer einen Gedanken festzuhalten, ihn zu kristallisieren und in Worte zu fassen.

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Die 10 besten Jahresrückblicke der letzten 10 Jahre

Vorwort: Ich habe diesen Beitrag kurz vor Silvester verfasst, aber aus diversen Gründen nicht abgeschickt. Ich wollte einfach nicht so viel rumjammern. Obwohl ich das Gefühl habe, allen Grund dazu zu haben. Ich möchte ihn nun aber trotzdem posten. Jetzt, knapp 3 Monate später, hat sich in meinem Leben leider nicht viel zum besseren gewendet. Ich werde in meinem nächsten Beitrag auch ein bißchen mehr Einblicke in das Chaos in meinem Kopf geben. Ich versuche dabei auch so wenig wie möglich rumzuheulen. Versprochen. Als Wiedergutmachung, habe ich dann auch noch ein paar andere Themen in petto, welche ich gerne präsentieren würde. Nun aber noch etwas verspätet meine Gedanken kurz vor dem Jahreswechsel.

Nein, ich werde jetzt nicht Monat für Monat mein persönlichen Highlights und Tiefpunkte des Jahres 2011 wiederkäuen. Nur ein stilles, kurzes Resumé ziehen: Liebes 2011, Du warst nicht weniger scheiße mäßig als 2010. Mal im Ernst, was sollte das? Gaukelst mir immer vor das alles prima wird und drehst dann nochmal das Messer um nachdem Du es in meinen Rücken gestoßen hast? Na schön. Damit muß ich leben. War ja auch nicht alles schlecht. Abgesehen davon dass ich Weihnachten dieses Jahr alleine im Kreise meiner Vorfahren verbracht habe, dass ich das Interesse an Technik und Wissenschaft fast gänzlich verloren habe und dass auch mein Blick auf die Entwicklung der Welt nicht sonderlich zur Entwicklung von Optimismus beigetragen hat.

Ok, ich sollte mich davon nicht so beeindrucken lassen. Habe ja auch gelernt, mich mehr um mich zu kümmern als um Dinge, die ich ohnehin nicht ändern kann. Was ich aber ändern konnte, war ich. Sicher sieht nicht jeder diese Veränderung mit Wohlwollen. Aber hey, ist mir egal. Diese Einstellung kann man vielleicht als postpubertäre Renitenz bezeichnen oder einfach Selbsterkenntnis. Und damit meine ich nicht primär mein Styleupdate mit dem Gockelkamm oder 10kg weniger auf der Wage. Vielleicht ist es nur das Wegfallen eines Fixpunktes der mir die Augen geöffnet hat. Anfänglich bin ich mit selbstmitleidiger Resignation allen auf den Wecker gefallen, denen es gerade mal gut ging. Nun mache ich was ich für ich richtig halte und schaue was kommt. Vorsätze fürs neue Jahr? Nö. Irgendwas machen.

Fernsehturm und Hermelin

Vor einigen Monaten bekam ich aus dem Rundfunk mit, dass im Berliner Bode Museum eine Ausstellung mit dem selbsterklärenden Titel "Gesichter der Renaissance" stattfinden soll. Schon die Ankündigung hat in mir sofort den "da muß ich hin" Impuls ausgelöst. Als dann noch klar war, dass das Sahnestück "Die Dame mit dem Hermelin" zu sehen sein wird, haben sich das wohl auch noch 200.000 andere Menschen gedacht und so wuchsen die Wartezeiten schnell bis in Dimensionen der "MoMA in Berlin" Ausstellung, die ein paar Jahre zuvor ganze Legionen angelockt hat.

Schließlich kam ich dann langsam in Zeitbedrängnis, denn das Ende der Austellung nahte immer bedrohlicher. So kam es mir gelegen, dass der einzige Feiertag, der lediglich in Sachsen stattfindet, mit einer von meiner Uni ausgerichteten Exkursion nach Berlin gefüllt wurde. Eigentlich primär an ausländische Studenten gerichtet, ließ ich es mir nicht nehmen für ein paar Kröten die Tour in die Hauptstadt mitzumachen und dann dort meiner Wege zu gehen. Gegen 11:30, nach einer laaangen Fahrt, auf der Museumsinsel angekommen, organisierte ich mein Ticket und stellte fest dass ich noch etwas mehr als drei Stunden hatte bis ich ins Museum konnte. Aber man weiß sich ja zu helfen und kennt inzwischen auch eine gute Sushibude am Alexanderplatz (genauer gesagt an der Liebknecht-Straße) und was noch viel wichtiger ist, auch ein paar ganz liebe Menschen. Einen solchen traf ich nach meiner leckeren Mahlzeit auch noch und so war die Wartezeit sogar viel zu schnell vorbei.

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Obwohl ich einen recht großen Teil meines Photoequipments mitgenommen hab, blieb es bei ein paar wenigen Photos mit minimal Ausstattung. Aber eigentlich war ich ja nicht primär wegen der Möglichkeit zu photographieren da, sondern wegen der Gesichter der Renaissance.

Es wäre ein Frevel diese Kunstepoche auf Leonardo Da Vinci zu reduzieren. Das wäre auch sehr enttäuschend gewesen, denn die schöne Cecillia Gallerani, welche das unschuldige weiße Hermelin in ihrem (und vielleicht auch noch eines anderem) Arm hält, ist bereits 2 Wochen zuvor nach London weiter gereist. Aber auch Raffael und Donatello (in diesem Falle nicht die Turtles), Botticelli und noch viele weitere, hauptsächlich italienische Künstler der Renaissance wurden mit einer gut kuratierten Ausstellung gewürdigt. Leider waren die zweieinhalb Stunden bis zur Rückfahrt sehr knapp um alles auf sich wirken zu lassen, aber ich habe trotzdem ein bißchen des Flairs der Medici geschnuppert.

Art Attack!

Oh wie gern habe ich im Kindergarten mit Knete gebastelt. Meine Interpretation des weimarer Schlangensteins ist mir immernoch im Gedächtnis geblieben. Jedenfalls überkam es mich am vergangenen Sonntag mal wieder etwas zu kneten. In meinen Beständen befanden sich noch eine größere Menge Fimo Plasteline, die noch von einer früheren Bastelaktion übrig geblieben sind. Eine Idee was ich probieren wollte, hatte ich schon länger: Sonnenblumen Ohrringe (zum Sunflower Festival hatte ich einer Freundin versprochen was sommerliches zu basteln). Auch hatte ich bereits eine ungefähre Vorstellung wie ich das machen möchte.

Zunächst habe ich mir die Form von Sonnenblumen etwas genauer angeschaut. Die größte Schwierigkeit bestand eigentlich darin die Blütenblätter zweireihig zu gestalten und darauf aufzupassen, dass sie weder zu dünn, noch zu dick werden. Schließlich sollen sie ja filigran UND stabil werden.

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Moriarty in concert

Morgen spielen Moriarty in Dresden. Da solltest du hingehen

Wer mich kennt, weiß dass Spontanität bis vor einiger Zeit nicht gerade zu meinen hervorstechendsten Eigenschaften zählte. Nachdem mich die obige Empfehlung erreichte, brauchte es allerdings nur einen Clip bei Youtube um mich davon zu überzeugen dass es sich lohnen könnte. So machte ich mich gestern abend einfach so auf die Socken nach Dresden, ohne zu wissen ob es noch Karten gibt, um an einem Sonntag Abend im Kino "Schauburg" eine Band zu sehen, von der ich einen Tag zuvor das erste mal etwas gehört habe. Und was soll ich sagen, das war die richtige Entscheidung.

Es muß nicht immer rhythmischer Lärm sein

Wikipedia beschreibt den Stil dieser multikulturellen Formation als Cabaret Folk deren Einflüsse traditionelle irische Musik, Country und Blues sind. Da ich mich in letzter Zeit hauptsächlich mit elektronischen Klängen beschallt habe, war das stilistisch schon ein Sprung ins kalte Wasser. Naja, eigentlich auch nicht, denn Bands wie Katzenjammer oder Voltaire mit ihrem liebevoll handgemachten Folksound, haben mir auch schon vorher sehr gut gefallen. Und geschmacklicher Stillstand steht mir irgendwie nicht.

Moriarty kommen eigentlich so ziemlich von überall her, haben aber in Frankreich zueinander gefunden. Sie tauschen ihre unzähligen Instrumente während der Auftritte genauso munter und unbeschwert wie es die Sängerin Rosemary Standley alias Rosemary Moriarty mit ihrer Identität tut. Dazwischen gibt es immer wieder nett kleine Scherze und Showeinlagen die selbst Elvis neidisch gemacht hätten. Das ganze in der ohnehin schon cabaretesken Atmosphäre des Sergio Leone Saals in der Schauburg - es war phantastsich. Mal gedämpft, fast komplett unplugged, kurz darauf wieder zünftig in die Saiten gehauen. Am meisten fasziniert mich aber die ungewöhnliche Stimme der Sängerin mit ihrem sehr warmen Timbre. Wenn es nicht so viel spaß gemacht hätte den fünf auf der Bühne zuzuschauen, hätte man auch gut und gerne die Augen schließen und sich für 2h treiben lassen können.

Ach Schreck, jetzt habe ich ja beinahe vergessen den Support zu erwähnen. Der wurde gestellt von Emit Bloch, ein kauziger Hillbilly aus Utah, der melancholisch-komischen Blues kredenzte, der für einige Lacher sorgte. Schonmal "This is the new shit" von Marilyn Manson in einer Countryvariante gehört? Nein? Schade. Das werde ich sicher nie vergessen.

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Zu guter Letzt konnte ich auch nicht ohne etwas bleibendes zurück nach Freiberg fahren und so mußte ich mich bei der Auswahl budgetbedingt auf das Debutalbum von Moriarty, das auf den unausprechlichen Namen "Gee Whiz But This Is A Lonesome Town" hört, und eine niedliche 7" Single von "Isabelle", welche vom neuen Album "The Missing Room" ausgekoppelt ist. Auf diese bekam ich dann auch noch je ein Autogram von Zim & Arthur Moriarty. Danke!

Ich hab auch einen kleinen Mitschnitt vom Depeche Mode Cover "Enjoy the Silence" gemacht. Die Qualität ist nicht dolle und ich mußte die Tonspur ein bissel befriemeln. Aber es war unglaublich lustig.

Pssst, ich hab auch eine Amazonwunschliste - da hab ich "The Missing Room" mal hinzugefügt :)

Manic!

Manien. Eine psychische Störung, bei denen der oder die Betroffe in eine Art rasenden, unbegründet motivierten Arbeitseifer verfällt. Ich weiß nicht ob ich gerade in solch einer Situation bin, jedenfalls habe ich seit ein paar Tagen das Bedürfnis alles umzukrempeln. Einige haben es ja schon bemerkt. Mein Sideblog hat sein äußeres verändert, ein Tumblr ist hinzugekommen und jetzt habe ich noch meine Hauptseite eingestampft um Platz für einen Neuanfang zu schaffen. Strukturen kreieren, aufräumen und destilieren.

Außerdem mache ich gerade sehr viel für meine Diplomarbeit, habe einige persönliche Dinge angegangen, die ich wohl schon viel zu lange vor mir hergeschoben habe und bin dabei einen kompletten Neustart zu planen. Wenn man merkt, dass man jahrelang in eine Sackgasse gelaufen ist, dann fällt es irgendwann unglaublich schwer, stehen zu bleiben und wieder umzukehren, obwohl es das einzig Richtige ist. Wie heißt so schön bei den IT Leuten - "have you tried turning it off and on again?"

Ich bin sehr froh, dass es Menschen gibt, die mir ehrlichen Rückhalt geben. Denen möchte ich an dieser Stelle Danke sagen.

Sterne

„Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.“ (Friedrich Nietzsche, ‚Also sprach Zarathustra‘)

Chaos, davon habe ich jede Menge im Herzen und im Verstand. Ich hielt wunderschöne Sterne in den Händen, doch der Lauf der Welten ist unbarmherzig stringent. Einige Sterne werden zu Supernovae, einige nur weiße Zwerge aber meine werden irgendwie immer zu schwarzen Löchern.

Zuversicht und Motivation versinken einmal mehr im nachtschwarzen Ozean der Schicksalswahrnehmung. Jammern und wüten bringt überdies aber auch nicht mehr als noch mehr Öl ins Feuer der Selbstbemitleidung zu gießen. Ich würde ja gerne sagen können des Lebens überdrüssig zu sein, aber das wäre falsch. Ich bin nur enttäuscht von den Dingen, die ständig geschehen obwohl ich ihrer schon im Vorfeld bewusst bin und doch nichts dagegen tun kann. Vielleicht selbsterfüllende Prophezeiungen oder doch nur Determinismus. Mein Verstand ist nicht in der Lage sich auf wichtige Dinge zu fokussieren, also meine Hauptaufgaben, nervt mich aber den ganzen Tag und, was noch viel schlimmer ist, die ganze Nacht mit Analysen und Prognosen von Kausalitäten in meinem direkten Umfeld und darüber hinaus. Schönen Dank auch liebes Gehirn. Und die Opposition zum Verstand hilft mir auch nicht viel weiter. Yin und Yang sind gerade nicht so im Einklang. Und ich am Ende.

 

Galaktisches Im Technikmuseum Speyer

Der wärmste September seit 30 Jahren. Wurde ja auch höchste Zeit dass das Jahr mal noch ein paar warme Tage präsentiert. Auch wenn nicht alles eitel Sonnenschein an diesem Tag war, der heiße Stern im Zentrum unseres Sonnensystem, konnte zumindest in Speyer ungehindert auf die Erde schauen. Im dortigen Technikmuseum gab es nämlich neben den irdischen Errungenschaften menschlicher Fähigkeiten noch ein paar Dinge von Außerhalb zu bestaunen. Unter dem einzigen geflogenen Spaceshuttle der UDSSR, der BURAN, gaben sich Stormtrooper, Rebellen und der dunkle Sithlord Darth Vader zum Star Wars Treffen die Ehre. Ein paar Eindrücke vom "Event" und dem Museum selbst, habe ich in einer kleinen Galerie zusammengefasst.

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Und noch eins in größerer Auflösung (2633*900px). Die Buran als Panoramamontage. Ich hatte nämlich nur das dicke Tele mit.

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VI. Amphi Festival 2011

Das diesjährige Amphifestival am Tanzbrunnen in Köln war für mich sowohl ein erstes mal in Köln als auch mein Debut was das Amphi Festival angeht. Obwohl ich schon Freitag früh mit irgendeinem undefinierbaren Unwohlsein im Bauche nach Heidelberg aufbrach, freute ich mich darauf meine Freundin wieder zu sehen um am Samstag in aller frühe in die Jugendherberge neben dem Kölner Bahnhof, und somit auch dem Dom, aufzubrechen. Punkt 10.00 Uhr trafen wir zusammen mit unserer Festivalbegleitung am Ziel ein. Zusammen mit meiner lieben Schulfreundin und Bloggerin sowie ihrem Freund teilten wir uns ein Zimmer im Pathpoint Hostel, welches im Übrigen für eine Jugendherberge wirklich gut in Schuss war. Aber das Zimmer war ja nur eine Notwendigkeit wenn man zwei Tage Konzerte vor sich hat. Der Tanzbrunnen war über die Eisenbahnbrücke zu Fuß in etwa 20 Minuten zu erlaufen und so machten wir uns am frühen Nachmittag auf um unseren Konzertplan abzuarbeiten. Der Samstag war dahingehend recht gediegen. Den Anfang machten mind.in.a.box, die ich schon lange mal live sehen wollte. Interessant war es allemal denn das Pitching von Stefan Poiss' Stimme klingt nicht nur auf Konserve cool. Allerdings muß ich die Tontechniker rügen. Es war ziemlich mies ausgesteuert und die ständigen Rückkopplungen waren eine Herausforderung fürs Trommelfell, um es mal vorsichtig auszudrücken. Die 40 Minuten waren auch schnell herum und im Theater warteten zunächst Rome und dann Persephone auf Beifall (letztere sogar buchstäblich *lol*). Nicht zu unrecht denn die angenehme Atmosphäre des bestuhlten Saales und die tollen Darbietungen gefielen mir sehr. Rome kannte ich bis dato nur namentlich, bin aber sehr positiv überrascht von dieser Dark-Folk Formation. Ich persönlich war aber eher wegen Persephone da. Nachdem ich es bis dato nie geschafft oder sie verpasst habe, klappte es nun endlich das Sideproject von Sonja Kraushofer (L'âme immortelle) endlich mal live und in farbe zusammen mit Piaon, Percussion und 3 Streichern zu erleben. Allerdings erst nach dem ersten Applaus. Ohne dem ging es nicht los. Was dann folgte war dem aber schon würdig. Die nicht mehr ganz so gertenschlanke Sonja hat offenbar sehr viel Herzblut in dieses Projekt gesteckt und mit viel Theatralik ihre meist sehr melancholischen Stücke mit Motiven aus verschiedenen - vorrangig aber der griechischen - Mythologien präsentiert.

Nachdem die letzte Zugabe gespielt und der Saal geleert wurde, hatten wir viel Zeit bis zum Abendprogramm. Die konnten wir mit einer vollkommen überteuerten Mahlzeit und ein bißchen Ausruhen überbrücken. Leider hat beides nicht ausgereicht um sich auf Suicide Commando und Hocico vorzubereiten denn die unerträglich stickige Luft im Staatenhaus und allgemeine Ermüdung rieten uns den Heimweg anzutreten. Das war für den Himmel wohl so traurig dass er die Schleusen für den gesamten Heimweg öffnete. Nun gibt es aber erstmal ein paar Photos vom Samstag.

(download)

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