A history of (my) cellphones

Ich hatte erst recht spät ein eigenes Mobiltelephon weil ich es schon als jugendlicher blödsinnig und sogar lästig fand immer und überall erreichbar sein zu sollen (das impliziert nämlich der Besitz und das ständige Mitführen eben jenes piepsenden Quälgeistes). Inzwischen, nach etwas über 10 Jahren, habe ich aber doch schon ein paar Geräte besessen.

Von links nach rechts: Philips Savy, Nokia 3310, Siemens MC60, Siemens S65, Sony Ericsson W910 und Palm Pre

Den Beginn machte ein Philips Savy, das mit seinem zweizeiligen Display längere Wörter nicht in einem Rutsch darstellen konnte. Abgelöst wurd es vom, inzwischen durch diverse Memes1 legendär gewordenen, Nokia 3310. Ich muß gestehen, das Image eines unzerstörbaren Klumpens Elektronik war nicht ungerechtfertigt. Da ich ja dazu neige meine Funken öfter mal zu erden und kam es damit auch prima klar.

Viele meiner Altersgenossen wurden bei den Nokiageräten ziemlich schnell süchtig nach Hintergrundbildchen, Handyschalen und den unsäglichen Klingeltönen, mit denen Jamba schnell dafür sorgte, dass ich MTV und Viva aus meinen Senderlisten gelöscht habe.

Das nächste Update gabs dann kurz vor der Uni mit einem Umstieg auf das Siemens MC60. Nicht weniger solide als das 3310 aber rückblickend ziemlich hässlich. War eben ein Plastebomber und die eingebaute Kamera war im Prinzip nicht zu gebrauchen. Ich kann mich auch nicht erinnern sie jemals benutzt zu haben.

Wegen des Bedienkonzeptes und der Zuverlässigkeit von den Siemensteilen habe ich mich dann bei der nächsten Vertragsverlängerung auf das Siemens S65 konzentriert. Das war schon ein ziemlich schickes Teil. Eigentlich wollte ich die Variante ohne Kamera, die eigentlich für Businesskasper Geschäftsleute vorgesehen war (Vorbeugung gegen Spionage), aber die gab es natürlich nicht so. Also wieder eine überflüssige und weitgehend unbrauchbare Knippse am Phone, dafür aber ein Gerät dass ich auch heute noch manchmal als Ersatz nutze.

Weil dann Siemens zusammen mit BenQ die Handysparte zu Grabe trug, holte ich mir dann bei der nächsten Gelegenheit ein Sony Ericsson W910i. Endlich ein Handy mit MP3 Player. Auch ansonsten war es recht funktional und schick, aber alles andere als störfrei. Zum Glück noch vor Ablauf der Garantie meinte es permanent ausgehen zu müssen, woran auch diverse Reparaturversuche nichts ändern konnten. Und so verbrachte ich mehr Zeit als mir lieb war im Handyladen um einen Tausch vorzunehmen. Da es das W910i inzwischen nicht mehr gab, hatte ich die Wahl mir irgendwas Neues aussuchen zu können, wobei die Raten und Anzahlung vom verblichenen Handy verrechnet wurden. Gut für mich, denn so kam ich schnell und recht günstig an ein Palm Pre.

Design und Ergonomie waren schon einzigartig und das Linux-basierte WebOS hatte wirklich potential. Der Markt hat das aber anders gesehen und Palm wurde bekanntermaßen irgendwann von HP geschluckt. Die betreiben die Plattform zwar weiter, aber mit wenig Erfolg. Android und Apfel sind einfach zu mächtige Konkurrenz, vor allem was Apps angeht, die beim Palm Pre nur sehr zögerlich den Weg in den Speicher fanden und auch bei weitem nicht so umfangreich waren. Nichtsdestotroz benutze ich es noch, hoffe, dass die Akkukapazität noch ein bißchen bleibt und bin im Grund auch nicht so sehr unzufrieden damit. Trotzdem liebäugle ich mit dem grünen Roboterchen auf einem Samsung Schlauphone neuester Generation. Geschenkt gibts die aber leider auch nicht.