Gestatten Sie, dass ich mich vorstelle

Manche Dinge sind nicht so, wie es der Schein vermuten läßt. Welch offensichtliche Weisheit. Trotzdem ist es immerwieder eine Überraschung, was sich hinter so mancher Fassade versteckt.

Und so gewähre ich an dieser Stelle einen kleinen Blick hinter meine Maskerade.

Vorweg aber die kleinen unwichtigen Details am Rande: Geboren 1985 in einem Land, das es nicht mehr gibt, in der Stadt der Dichter und Denker. Umweht vom Geiste Goethes und Schillers, wuchs ich sozialistisch sozialisiert und zufrieden auf, absolvierte nach dem großen Umbruch meine Schullaufbahn mit wenig Widerstand bis zur Hochschulreife. Meine Zeit als sich Bemühender1 dauerte hingegen ein Weilchen an, denn die Einsicht dass das eigentlich doch nicht so ganz mein Ding ist, kam spät und der Drang es dennoch zuende zu führen, war groß. Koste es was es wolle. Man kann nicht sagen, ich hätte es nicht drauf. Nur leider konnte ich es nie zeigen, wenn es drauf ankam. Aber eine fragile Seele hält nicht lange durch, wenn es keine Anerkennung gibt.

Die Technik hat mein Leben schon immer in irgendeiner Weise geprägt. Intuitiver Umgang mit Maschinen vom Taschenrechner bis zum Elektronenmikroskop, reichen nicht unbedingt aus um sich voll und ganz dieser Welt zu verschreiben.

Im Grunde bin ich ein musischer Philanthrop der von der Welt zum Misanthropen geformt wurde. Die Spannungen, die dadurch in Geist und Herz entstanden, sind nun mein Stigmata. Ich liebe die Natur, gutes Essen, Wein und Weib. Aber ich kann auch meinen Blick nicht verschließen vor allem Destruktiven und Stupiden Nonsense in dieser Welt, einschließlich meines violenter werdenden Ichs.

Ich versuche ein Gleichgewicht zu finden und zu halten. Meinen Weg in der Welt zu gehen, nicht abzudriften, nicht stehen zu bleiben, ein Ziel zu finden.

Intelligenz ohne Ehrgeiz ist nutzlos. Stolz ohne Substanz ist Gift. Ich sehe die Welt, ich sehe mich, doch ich sehe nur wenig Gutes. Richtig ist das nicht, deshalb möchte ich eines besseren belehrt werden. Eines Tages wird es besser.

Das bin ich. Erik. 1,79m. Single. Oft enttäuscht und frustriert. Aber trotzdem immer mit einem offenen Ohr für die Sorgen Anderer. Außerdem ein ganz passabler Unterhalter mit umfangreichem Partywissen und einer belastbaren Leber.

Mir liegen Tiere sehr am Herzen und so werde werde ich eines Tages Alpakas züchten statt Atome zu zählen.

  1. lateinisch studere: „(nach etwas) streben, sich (um etwas) bemühen“