Posterous theme by Cory Watilo

IKEAmania

Ich habe zum Einkaufen ein zwispältiges Verhältnis. Einerseits ist es ja schön immermal was neues zu sehen, zu begrabbeln und vielleicht auch sein Eigen nennen zu können. Dem sogenannten "Shoppen", also dem Einkaufen um des Selbstzweckes Willen, kann ich dahingehend überhaupt nichts abgewinnen. Ein gutes Beispiel für die psychologischen Defekte des Menschen kann man bei IKEA beobachten. Eigentlich ist der Laden ja ein Möbelhaus. Die schön dekorierten Beispieleinrichtungen mit allerlei Firlefanz verleiten ja gerne mal dazu neben dem eigentlichen Grund, Möbel kaufen, noch jede Menge Zeug zu kaufen dass kein Mensch braucht. Ich bin ja ziemlich anfällig für die Plüschtiere (btw. falls jemand damals eine von den Plüschkellerasseln gekauft hat und sie loswerden will, ich bin ein dankbarer Abnehmer) und überhaupt fährt man eigentlich nie zu IKEA um dann doch nichts zu kaufen. Dafür sind sie strategisch zu gut positioniert. Nah genug um mal eben hinzufahren, weit genug weg als dass man sich nicht ärgern würde, wenn man ohne irgendetwas gekauft zu haben wieder ins Auto steigt. Worauf wollte ich eigentlich hinaus? Achja, gestern war ich mit Kollegen im IKEA weil für einen von ihnen eine Schrankwand gekauft werden sollte. Das gestaltete sich unterm Strich erstaunlich einfach. Die Schrankteile online zusammengestellt, im IKEA geschaut welche Teile in welcher Quantität gebraucht werden, das Konzept umgestellt und die Teile gekauft. Ich selbst konnte natürlich wieder nicht ohne irgenetwas gehen, deshalb habe ich nun auch einen 4.99€ LACK Tisch den ich gegen Mitternacht nach einem kleinen Besuch im Havannaclub noch zusammengebaut habe. Keine große Herausforderung 4 Beine an eine Pressholzplatte zu schrauben. Dafür freue ich mich umso mehr heute besagte Schrankwand zu montieren. Das macht mir nämlich beim einkaufen am meisten Spaß. Auspacken, zusammenbauen und sich der eigenen technischen Fähigkeiten erfreuen.

Jump!

Ich mag Winter aber ich bin froh dass er ersteinmal Pause gemacht hat. Zeit um nach vorne zu blicken und große Sprünge zu machen.

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© by Frieder Birkholz (www.schneepfade.de)

Das Jahr hat ja nicht sooo doll angefangen aber letztendlich hilft ja alles jammern nichts. Natürlich versumpfe ich nicht selten in Müßiggang und klage dann darüber das nichts vorangeht, doch ich habe eigentlich genug davon. Beinahe 26 Jahre sind nun auf dem Zähler, es wird Zeit die Uni zu verlassen und eine gewisse Stringenz zu etablieren. Der Wunsch nach einer Familie wächst mit jedem mal wo ich Freunde treffe, bei denen schon das eine oder andere Kind über den Teppich robbt. Und deren Zahl wächst ebenfalls. Ich kann mich noch ziemlich gut daran erinnern wie es war als mir solche Vorstellungen eher befremdlich vorkamen. Aber so ist es mit dem älter werden. Trotzdem sehe ich auf das letzte viertel Jahrhundert in Summe eher positiv. Vielleicht sind die oft von Klang, Bild und Gerüchen induzierten Flashbacks eine getrübte Sicht auf die Vergangenheit aber das ist auch nicht schlecht. In memoriam der alten Zeiten höre ich momentan immermal wieder Musik aus den 80er, schaue (wenn sich die Zeit dafür bietet) Serien und Filme mit den ich aufgewachsen bin und erfreue mich an Rückblicken auf Ereignisse die noch mehr Aussage hatten als der dreißigtausendste Aufguss von DSDS. Der Charme des Vergangenen. Aber ich wollte ja eigentlich über die  Zukunft schreiben. Ja, wahrscheinlich geht es darum weitere Erfahrungen zu sammeln auf die es eines Tages lohnt zurückzublicken.

Ich bin oft misanthropisch, fatalistisch und wenig enthusiastisch. Aber dann kommen doch immermal wieder die kleinen Dinge des Lebens die gewürdigt werden sollten. Es stehen eine Reihe Veranstaltungen an, auf welche ich mich sehr freue, das Photographieren hat ein paar neue Impulse erfahren und überhaupt gibt es relativ wenige Gründe den Kopf baumeln zu lassen. Abgesehen natürlich von permanent drohender  Verarmung - aber das ist eine andere Geschichte.

Am Freitag werde ich übrigens Zeuge von einem Ereignis, das wohl in die Partygeschichte eingehen wird. Mein Stiefbruder feiert in Kombination seinen Geburtstag und seinen Abschied aus diesen Gefilden um sich für ein halbes Jahr nach Neuseeland zu verpissen. Lucky Bastard :) Jedenfalls bin ich gespannt wie eine Geburtstagsparty aussieht, bei der jetzt schon über 100 Nasen zugesagt haben. Wenn man Barkeeper und everybody's darling ist, dann passiert sowas schonmal. Ich werde den/die/das Dorfbums (neues Wort gelernt - danke an Lena) photographisch dokumentieren. Im Gegenzug wurde mein Bro dazu verpflichtet seinen Trip auf die gegenüberliegende Seite des Globus' in einem Blog zu verewigen. Daher die heutige Leseempfehlung: rahmy.posterous.com - der aber frühestens ab 24.01.2010 lesenswert wird.

In diesem Sinne war es das für heute.

Prosit Neujahr

Das letzte Jahr war im großen und ganzen ziemlich scheiße. Und es endete auch eher suboptimal. Abendessen mit Freunden und Raclette war sehr schön, aber auch das letzte was an diesem Abend funktionierte. Die Parkplatzsituation um den Weimarer Bahnhof unterschätzend, verpassten wir natürlich sang- und klanglos den vorletzten Zug nach Erfurt. Der Letzte wäre ca. 23:45 angekommen und hätte bei unserem Glück dazu geführt dass wir den Jahreswechsel mit der Deutschen Bahn hätten feiern dürfen. Und darauf hatten wir nur bedingt Lust. Nach kurzer Beratung beschlossen wir mit einem Auto zu fahren. (wobei die Betonung auf 'einem' liegt, was erwähnenswert ist, da wir 6 Personen waren und das Auto dafür eigentlich nicht ausgelegt ist) Auf dem Weg zum Auto brach mir beim Bierflasche öffnen auch noch ein Stück des Flaschenhalses ab. In Erfurt war wenigstens schnell ein Parkplatz gefunden, der sowohl physisch existent war (ja, der Winterdienst hier ist nicht wirklich vorbereitet gewesen auf den plötzlichen Wintereinbruch mitten im Dezember) als auch legal war. Und so kam es dann das wir es 10 vor 12 noch auf den Domplatz geschafft haben um das altbekannte Ritual von Anstoßen und Feuerwerk beobachten durchzuziehen. Aber es macht kaum Spaß wenn man nüchtern ist. Blöderweise hatten wir auch nur 2 Sektflaschen dabei weil es ja eigentlich geplant war die Nacht in der Engelsburg zu verbringen. Und so fragte ich mich hauptsächlich wieviel Geld da in einer halben Stunde in Schwefel und Natriumqualm verpufft. Die Suche nach einer adäquaten Location zum Aufwärmen und Wegbeamen ohne 6€ Eintritt zum Dasein zu bezahlen war ja eigentlich schon von vornherein zum scheitern verurteilt. Also endete die Tour durch Erfurt um kurz vor 1 wieder am Auto. Nüchtern, ein wenig fröstelnd und semifrustriert. Zuhause angekommen gabs dann zwar noch ein paar Schluck Champus aber alles was ich ins neue Jahr mitgenommen hab, waren Kopfschmerzen die Definitiv NICHT vom Alkohol kamen. In diesem Sinne:

Auf ein Neues.

Liebes 2010, FUCK YOU.

Mit freundlichen Grüßen

E.