Summer Breeze 2012

Kurzmitteilung

Aller guten Dinge sind 3. Nach dem Wave-Gotik-Treffen und dem Amphi-Festival geht es morgen in aller Früh‘ von Jena nach Dinkelsbühl zum Summer Breeze! Geile Scheiße! Meine Sturmzeit des Metals ist zwar schon ein bißchen her aber irgendwie sticht es mich gerade mal wieder 3 Tage mit Bier und dreckigem Lärm zu verbringen. Wo ich nun letztendlich genau hingehe, habe ich mir noch nicht so richtig überlegt, aber das mache ich dann vor Ort. Aber es ist schon einiges für mich dabei, was sich lohnt. ASP, Amon Amarth, Die Kassierer (bloß nicht in den vorderen Reihen ^^), Lacuna Coil, Sepultura, Deathstars … ja, da ist schon ein bißchen was dabei.

Summer Breeze 2012 Lineup

Summer Breeze 2012 Lineup

Für diesen Zweck habe ich meine alte Knippse exhumiert und hoffe dass die Fuji Finepix S5000 aus der späten Bronzezeit noch ordentlich funktioniert. Bilder fürs Portfolio wird es damit zwar nicht geben, aber zumindest ein paar Impressionen 🙂 Man darf gespannt sein!

Während ich diese Zeilen hier tippe, ist der Zeltplatz bereits eröffnet und wird von Menschenmassen überströmt. Aber so sind Festivals!

Dubstep (wub wub wub)

Elektronische Musik ist ja schon immer corpus delicti von Geschmacksdiskussionen gewesen, obwohl sich darüber ja bekanntlich nicht streiten läßt. Schon das Theremin, das Trautonium und später die weiter verbreiteten Synthesizer ließen Skepsis bei den Musiktraditionalisten aufkommen, für die alles was erstmal analoge oder digitale Schaltungen durchlaufen hat ziemliches Teufelszeug darstellte. Diese Ablehnung von Neuerungen in der Musik läßt sich beliebig weit iterieren und wird aktuell mit der Frage, ob Dubstep überhaupt noch Musik ist, diskutiert. Die Fans lieben die Basedrops, dreckige Beats und waberndes wub wub wub, die meisten anderen fühlen sich an das Einwahlgeräusch von 56k Modems erinnert.

Drop the Bass – Clean up the mess1

Ich gestehe, der Grat zwischen lieblos hingerotztem Elektroschrott und richtig fetten Sounds ist im Zeitalter relativ simpel zu bedienender Software manchmal recht schmal aber es gibt durchaus genug Musiker die sich richtig Mühe geben und neue Wege abseits ausgelatschter Pfade zu betreten. Weiterlesen

Sport als Teil der Veränderung

Letzthin las ich folgende Weisheit im Twitterstream:

Nichts Neues aber trotzdem einleuchtend. Ich neige ja leider auch manchmal ein bißchen zu übertriebenem Selbstmitleid, obwohl ich das eigentlich wie die Pest hasse. Natürlich gibt es eine riesige Menge Menschen, denen es wirklich an die Substanz geht, trotzdem lebe ich natürlich in erster Linie mein eigenes Leben und wenn sich das nicht gut anfühlt, ist das wesentlich näher als Hungersnot, Naturkatastrophen und Krieg in fernen Ländern. Das ist keine Ignoranz sondern einfach eine Tatsache. Idealismus und die Hoffnung auf eine bessere Welt bleiben ja trotzdem.

Nun aber zum eigentlichen Thema: Sport. Weiterlesen

Review zum VIII Amphi Festival

Erfurt, 21.07.2012 5:15 UTC+1: Mein Handy blinkt und teilt mir mit dass mein einziger Mitfahrer es arbeitsbedingt leider nicht schafft, um 7 bereit zur Abfahrt nach Köln zu sein. Schade, die paar Kröten hätte ich gut gebrauchen können, vor allem weil rein zufällig der Spritpreis mal wieder auf 1,68€/l pünktlich zum Ferienstart in Thüringen angestiegen ist. Aber was will man machen. Das Leben ist nunmal kein Ponyhof. Also hieß es alleine auf die Autobahn. Dann doch etwas später als geplant, aber so ist das ja irgendwie fast immer. Die 368km nach Köln waren staulos (sowas soll’s geben!) in etwas mehr als 3,5h abgefahren und das Zimmer im Palazzo Prozzi (ibis budget) schnell bezogen. Ich muß sagen, dafür dass es die Anmutung einer Schiffskajüte im 10. Unterdeck hatte, war es echt gemütlich. Aber eigentlich war ich ja nicht wegen der bombastischen Unterkunft sondern wegen des Amphi Festivals da.

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Typophilia for geeks

Mein ästhetisches Empfinden umfasst auch eine profunde und ordentliche Typographie. Auf Plakaten zur Präsentation wissenschaftlicher Themen Comic Sans zu finden, hat mir schon desöftern die Fußnägel hochgerollt.

Aus diesem Grunde habe ich auch für alle großen Belegarbeiten \LaTeX zum Text setzen benutzt und freue mich dass das Corporate Typeface meiner Uni das wunderschöne Futura1 ist.

Was hat das nun aber mit der Überschrift zu tun? Nun, wenn irgendetwas richtig geeky sein soll, wird dazu ein Periodensystem erstellt. Das Periodensystem der Elemente von Mendelejew als Grundlage, gibt es nun inzwischen solch witzige Dinge wie das Periodic Tables of Heavy Metals (547)2 (welches allerdings eher wie eine Isotopentabelle aussieht, just btw.), oder der College Students Guide to Boozing (484)3. Richtig cool fand ich allerdings diese hier:

Periodic Table of Typefaces

Periodic Table of Typefaces (via. squidspot.com)

Eine schöne Übersicht, über die meistverwendeten Schriftarten. Das Konzept eines Periodensystems wird zwar in keinem Fall auch nur annähernd ernst genommen, aber das ist bei solchen Spielereien ja auch eher nebensächlich. Denn in allererster Linie sieht es gut aus und ist ein Tribut an die Schönheit von Schriften. Damit Comic Sans nicht die Weltherrschaft übernimmt.

  1. Funfacts: Stanley Kubrick liebte diese Schriftart sehr und auf der Plakette, die Neil Armstrong 1961 (angeblich *hust*) auf dem Mond angebracht hat, ist sie auch zu finden
  2. via. http://www.crackajack.de/2011/07/26/the-periodic-table-of-heavy-metals/
  3. via. http://instituteforalcoholicexperimentation.blogspot.de/2012/01/drinking-you-under-periodic-table.html

Franz Kafka

Kurzmitteilung

„Ich glaube, man sollte überhaupt nur noch solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen. Wenn das Buch, das wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir dann das Buch?“

– Franz Kafka

Er hätte sicher noch einiges mehr zu sagen gehabt, wäre er nicht so früh an Tuberkulose gestorben. Aber heute soll nicht seinem Tode, sondern seiner Geburt am 3. Juli 1883 gedacht werden.

Wird einem sein Werk leider viel zu oft in der Schule ob seiner Komplexität vergellt, so lohnt sich doch immer ein zweiter Blick.

„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.“1

Franz Kafka um 1906

  1. Franz Kafka – Die Verwandlung

A history of (my) cellphones

Ich hatte erst recht spät ein eigenes Mobiltelephon weil ich es schon als jugendlicher blödsinnig und sogar lästig fand immer und überall erreichbar sein zu sollen (das impliziert nämlich der Besitz und das ständige Mitführen eben jenes piepsenden Quälgeistes). Inzwischen, nach etwas über 10 Jahren, habe ich aber doch schon ein paar Geräte besessen.

Von links nach rechts: Philips Savy, Nokia 3310, Siemens MC60, Siemens S65, Sony Ericsson W910 und Palm Pre

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