Sport als Teil der Veränderung

Letzthin las ich folgende Weisheit im Twitterstream:

Nichts Neues aber trotzdem einleuchtend. Ich neige ja leider auch manchmal ein bißchen zu übertriebenem Selbstmitleid, obwohl ich das eigentlich wie die Pest hasse. Natürlich gibt es eine riesige Menge Menschen, denen es wirklich an die Substanz geht, trotzdem lebe ich natürlich in erster Linie mein eigenes Leben und wenn sich das nicht gut anfühlt, ist das wesentlich näher als Hungersnot, Naturkatastrophen und Krieg in fernen Ländern. Das ist keine Ignoranz sondern einfach eine Tatsache. Idealismus und die Hoffnung auf eine bessere Welt bleiben ja trotzdem.

Nun aber zum eigentlichen Thema: Sport. Weiterlesen

A history of (my) cellphones

Ich hatte erst recht spät ein eigenes Mobiltelephon weil ich es schon als jugendlicher blödsinnig und sogar lästig fand immer und überall erreichbar sein zu sollen (das impliziert nämlich der Besitz und das ständige Mitführen eben jenes piepsenden Quälgeistes). Inzwischen, nach etwas über 10 Jahren, habe ich aber doch schon ein paar Geräte besessen.

Von links nach rechts: Philips Savy, Nokia 3310, Siemens MC60, Siemens S65, Sony Ericsson W910 und Palm Pre

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Der Blog ist tot, es lebe der Blog

Falls irgendjemand durch einen dummen Zufall noch hier landen sollte, dieser Blog ist nur noch ein Archiv. Ein Friedhof toter Beiträge sozusagen. Das heißt aber nicht, dass ich gar nichts mehr schreibe. Ich habe es lediglich aufgeteilt um privaten Kram vom photographischen Kerngeschäft zu trennen.

Unter blog.art-of-darkness.de gibt es den Hauptkram und unter sideblog.art-of-darkness.de meine privaten Gedankenfragmente. Der alte Kram geht aber noch soweit 🙂

Update: Ich habe beschlossen auch den Sideblog wieder ausschließlich auf meinem eigenen Webspace zu betreiben. Die Flexibilität überwiegt dann doch den (inzwischen auch relativ geringen) Wartungsaufwand eines eigenen CMS. Die Permalinkstruktur von Posterous habe ich soweit auch übernommen, d.h. es müßte alles nahtlos gehen. Bei einigen Beiträgen muß ich die Bilder noch ändern, da ist beim Import etwas schief gelaufen und vieles ist doppelt. Aber sonst, relativ unproblematisch!

Lange nichts geschrieben – sowas wie ein Manifest

Ich würde gerne mehr schreiben, aber oftmals fehlt mir einfach der Antrieb. Nicht das Interesse oder die Lust, sondern ganz einfach der letzte Impuls sich hinzusetzen und drauf los zu tippen. Dabei gibt es doch eigentlich genug Dinge über die ich mir Tag ein, Tag aus Gedanken mache. Nein, es ist sogar viel schlimmer, es gibt viel zu viele Dinge die permanent durch meine Neuronen blitzen. Da ist es schwer einen Gedanken festzuhalten, ihn zu kristallisieren und in Worte zu fassen. Weiterlesen

Die 10 besten Jahresrückblicke der letzten 10 Jahre

Vorwort: Ich habe diesen Beitrag kurz vor Silvester verfasst, aber aus diversen Gründen nicht abgeschickt. Ich wollte einfach nicht so viel rumjammern. Obwohl ich das Gefühl habe, allen Grund dazu zu haben. Ich möchte ihn nun aber trotzdem posten. Jetzt, knapp 3 Monate später, hat sich in meinem Leben leider nicht viel zum besseren gewendet. Ich werde in meinem nächsten Beitrag auch ein bißchen mehr Einblicke in das Chaos in meinem Kopf geben. Ich versuche dabei auch so wenig wie möglich rumzuheulen. Versprochen. Als Wiedergutmachung, habe ich dann auch noch ein paar andere Themen in petto, welche ich gerne präsentieren würde. Nun aber noch etwas verspätet meine Gedanken kurz vor dem Jahreswechsel.

Nein, ich werde jetzt nicht Monat für Monat mein persönlichen Highlights und Tiefpunkte des Jahres 2011 wiederkäuen. Nur ein stilles, kurzes Resumé ziehen: Liebes 2011, Du warst nicht weniger scheiße mäßig als 2010. Mal im Ernst, was sollte das? Gaukelst mir immer vor das alles prima wird und drehst dann nochmal das Messer um nachdem Du es in meinen Rücken gestoßen hast? Na schön. Damit muß ich leben. War ja auch nicht alles schlecht. Abgesehen davon dass ich Weihnachten dieses Jahr alleine im Kreise meiner Vorfahren verbracht habe, dass ich das Interesse an Technik und Wissenschaft fast gänzlich verloren habe und dass auch mein Blick auf die Entwicklung der Welt nicht sonderlich zur Entwicklung von Optimismus beigetragen hat.

Ok, ich sollte mich davon nicht so beeindrucken lassen. Habe ja auch gelernt, mich mehr um mich zu kümmern als um Dinge, die ich ohnehin nicht ändern kann. Was ich aber ändern konnte, war ich. Sicher sieht nicht jeder diese Veränderung mit Wohlwollen. Aber hey, ist mir egal. Diese Einstellung kann man vielleicht als postpubertäre Renitenz bezeichnen oder einfach Selbsterkenntnis. Und damit meine ich nicht primär mein Styleupdate mit dem Gockelkamm oder 10kg weniger auf der Wage. Vielleicht ist es nur das Wegfallen eines Fixpunktes der mir die Augen geöffnet hat. Anfänglich bin ich mit selbstmitleidiger Resignation allen auf den Wecker gefallen, denen es gerade mal gut ging. Nun mache ich was ich für ich richtig halte und schaue was kommt. Vorsätze fürs neue Jahr? Nö. Irgendwas machen.

Fernsehturm und Hermelin

Vor einigen Monaten bekam ich aus dem Rundfunk mit, dass im Berliner Bode Museum eine Ausstellung mit dem selbsterklärenden Titel „Gesichter der Renaissance“ stattfinden soll. Schon die Ankündigung hat in mir sofort den „da muß ich hin“ Impuls ausgelöst. Als dann noch klar war, dass das Sahnestück „Die Dame mit dem Hermelin“ zu sehen sein wird, haben sich das wohl auch noch 200.000 andere Menschen gedacht und so wuchsen die Wartezeiten schnell bis in Dimensionen der „MoMA in Berlin“ Ausstellung, die ein paar Jahre zuvor ganze Legionen angelockt hat.

Schließlich kam ich dann langsam in Zeitbedrängnis, denn das Ende der Austellung nahte immer bedrohlicher. So kam es mir gelegen, dass der einzige Feiertag, der lediglich in Sachsen stattfindet, mit einer von meiner Uni ausgerichteten Exkursion nach Berlin gefüllt wurde. Eigentlich primär an ausländische Studenten gerichtet, ließ ich es mir nicht nehmen für ein paar Kröten die Tour in die Hauptstadt mitzumachen und dann dort meiner Wege zu gehen. Gegen 11:30, nach einer laaangen Fahrt, auf der Museumsinsel angekommen, organisierte ich mein Ticket und stellte fest dass ich noch etwas mehr als drei Stunden hatte bis ich ins Museum konnte. Aber man weiß sich ja zu helfen und kennt inzwischen auch eine gute Sushibude am Alexanderplatz (genauer gesagt an der Liebknecht-Straße) und was noch viel wichtiger ist, auch ein paar ganz liebe Menschen. Einen solchen traf ich nach meiner leckeren Mahlzeit auch noch und so war die Wartezeit sogar viel zu schnell vorbei.

Obwohl ich einen recht großen Teil meines Photoequipments mitgenommen hab, blieb es bei ein paar wenigen Photos mit minimal Ausstattung. Aber eigentlich war ich ja nicht primär wegen der Möglichkeit zu photographieren da, sondern wegen der Gesichter der Renaissance.

Es wäre ein Frevel diese Kunstepoche auf Leonardo Da Vinci zu reduzieren. Das wäre auch sehr enttäuschend gewesen, denn die schöne Cecillia Gallerani, welche das unschuldige weiße Hermelin in ihrem (und vielleicht auch noch eines anderem) Arm hält, ist bereits 2 Wochen zuvor nach London weiter gereist. Aber auch Raffael und Donatello (in diesem Falle nicht die Turtles), Botticelli und noch viele weitere, hauptsächlich italienische Künstler der Renaissance wurden mit einer gut kuratierten Ausstellung gewürdigt. Leider waren die zweieinhalb Stunden bis zur Rückfahrt sehr knapp um alles auf sich wirken zu lassen, aber ich habe trotzdem ein bißchen des Flairs der Medici geschnuppert.

Moriarty in concert

Morgen spielen Moriarty in Dresden. Da solltest du hingehen

Wer mich kennt, weiß dass Spontanität bis vor einiger Zeit nicht gerade zu meinen hervorstechendsten Eigenschaften zählte. Nachdem mich die obige Empfehlung erreichte, brauchte es allerdings nur einen Clip bei Youtube um mich davon zu überzeugen dass es sich lohnen könnte. So machte ich mich gestern abend einfach so auf die Socken nach Dresden, ohne zu wissen ob es noch Karten gibt, um an einem Sonntag Abend im Kino „Schauburg“ eine Band zu sehen, von der ich einen Tag zuvor das erste mal etwas gehört habe. Und was soll ich sagen, das war die richtige Entscheidung.

Es muß nicht immer rhythmischer Lärm sein

Wikipedia beschreibt den Stil dieser multikulturellen Formation als Cabaret Folk deren Einflüsse traditionelle irische Musik, Country und Blues sind. Da ich mich in letzter Zeit hauptsächlich mit elektronischen Klängen beschallt habe, war das stilistisch schon ein Sprung ins kalte Wasser. Naja, eigentlich auch nicht, denn Bands wie Katzenjammer oder Voltaire mit ihrem liebevoll handgemachten Folksound, haben mir auch schon vorher sehr gut gefallen. Und geschmacklicher Stillstand steht mir irgendwie nicht.

Moriarty kommen eigentlich so ziemlich von überall her, haben aber in Frankreich zueinander gefunden. Sie tauschen ihre unzähligen Instrumente während der Auftritte genauso munter und unbeschwert wie es die Sängerin Rosemary Standley alias Rosemary Moriarty mit ihrer Identität tut. Dazwischen gibt es immer wieder nett kleine Scherze und Showeinlagen die selbst Elvis neidisch gemacht hätten. Das ganze in der ohnehin schon cabaretesken Atmosphäre des Sergio Leone Saals in der Schauburg – es war phantastsich. Mal gedämpft, fast komplett unplugged, kurz darauf wieder zünftig in die Saiten gehauen. Am meisten fasziniert mich aber die ungewöhnliche Stimme der Sängerin mit ihrem sehr warmen Timbre. Wenn es nicht so viel spaß gemacht hätte den fünf auf der Bühne zuzuschauen, hätte man auch gut und gerne die Augen schließen und sich für 2h treiben lassen können.

Ach Schreck, jetzt habe ich ja beinahe vergessen den Support zu erwähnen. Der wurde gestellt von Emit Bloch, ein kauziger Hillbilly aus Utah, der melancholisch-komischen Blues kredenzte, der für einige Lacher sorgte. Schonmal „This is the new shit“ von Marilyn Manson in einer Countryvariante gehört? Nein? Schade. Das werde ich sicher nie vergessen.

Zu guter Letzt konnte ich auch nicht ohne etwas bleibendes zurück nach Freiberg fahren und so mußte ich mich bei der Auswahl budgetbedingt auf das Debutalbum von Moriarty, das auf den unausprechlichen Namen „Gee Whiz But This Is A Lonesome Town“ hört, und eine niedliche 7″ Single von „Isabelle“, welche vom neuen Album „The Missing Room“ ausgekoppelt ist. Auf diese bekam ich dann auch noch je ein Autogram von Zim & Arthur Moriarty. Danke!

Ich hab auch einen kleinen Mitschnitt vom Depeche Mode Cover „Enjoy the Silence“ gemacht. Die Qualität ist nicht dolle und ich mußte die Tonspur ein bissel befriemeln. Aber es war unglaublich lustig.

Pssst, ich hab auch eine Amazonwunschliste – da hab ich „The Missing Room“ mal hinzugefügt 🙂