Recently on AMCs „Life of Erik“

Pure electricity … in … my … pants.

Ich geb es ja zu. Mein Vorhaben öfter zu bloggen ist im letzten Jahr dramatisch gescheitert. Es ist viel passiert über das ich hätte schreiben können, allerdings hatte ich im Anschluß daran immer entweder keine Muße oder keine Zeit.

Ich versuche gar nicht erst irgendwelche Ausreden zu finden. Die Arbeitslosigkeit hat mir dahingehend schon ziemlich die Motivation abgegraben. Es hatte sicher auch seine positiven Seiten, nicht jede Woche an Termine und Zeiten gebunden zu sein, aber die negativen Seiten überwiegen maximal. Auch wenn der finanzielle Aspekt gravierender erscheint, so ist es doch das Gefühl der Nutzlosigkeit welches wie ein Mahlstrom das Selbstwertgefühl mit sich reißt und oft nur Agonie und Depression übrig läßt.

Ich möchte aber eigentlich nicht so viel über die psychologischen Effekte der aktuellen Arbeitslosigkeit referieren, sondern etwas positives Berichten. Bei mir dauern ja viele Dinge etwas länger und dann kommt alles Schlag auf Schlag. Die Empfehlung einer Personalagentur arrangierte ein Vorstellungsgespräch welches Mitte November in einer Schnupperwoche resultierte. Als dann die Vorabversion eines Arbeitsvertrages in meiner Tasche neben einer Flasche Braufactum Bier lag, konnte ich es nicht mehr erwarten endlich ein Leben anzufangen, welches meine Ingenieursausbildung eigentlich mal für mich vorgesehen hat.

Es ist schon ungewöhnlich in welch kurzer Zeit man eine Arbeit und so etwas wie eine Traumwohnung finden kann. Genau das ist nämlich geschehen und war auch der Grund für eine längere Netzabstinenz. Die notwendigen Unterlagen für den Abschluß des Mietvertrages waren dann auch rechtzeitig zusammengetragen um das Nötigste noch vor dem ersten Arbeitstag zu erledigen. Und was soll ich sagen, es hat sich gelohnt. Auch der darauffolgende Stress, 10h Tagwerk verrichten um dann zuhause wieder an der Werkbank stehen, taten der gerechtfertigten Euphorie kein Abbruch. Und so geht es nun endlich los. Ein bißchen spät aber besser als nie.

Am Ende dieses Jahres kann ich bedenkenlos resümieren, das viel Gutes geschehen ist, ich viel Schönes erlebt habe und ich Mut und Kraft (und leider auch ein kleines Bäuchlein) in das neue Jahr mitnehmen kann.

An dieser Stelle ist es mir eine obligatorische Pflicht aber auch eine ehrenvolle Freude mich bei allen neuen und alten Freunden zu bedanken, die letztendlich mit dazu beigetragen haben, dass ich nicht vor die Hunde gegangen bin, sondern die Chance bekommen habe zu prosperieren und zu beweisen, dass weder das Vertrauen in mich, noch mein Ingenieurstitel für die Tonne sind.

Ich weiß, das sind sehr persönliche Dinge, aber es ist mir wichtig.

Auch wenn ein geregelter Tagesablauf manchmal die Zeit für persönliche Dinge arg zusammenschrumpfen läßt, so hat man doch wieder mehr Freude an den Dingen für die man sich die Zeit nimmt. Damit meine ich nicht nur das Bloggen, sondern auch gemeinsame Aktivitäten mit Leuten die man mag. Nicht zuletzt tat es auch ungemein gut die Bürden des letzten Jahres nicht allein tragen zu müssen. Jemanden zu haben, mit dem man streben und streiten kann, ist in der heutigen Zeit vielleicht das Wichtigste geworden. Nicht das neueste Smartphone, nicht der Premiumtarif im Fitnesstudio, sondern ein Hafen für die Seele. Zumindest ist es für mich so. Und solche Dinge wie ein Umzug, ein Depeche Mode Konzert oder kräftezehrende Festivals werden umso schöner, wenn sie mit Liebe gefüllt sind. Manchmal  braucht man allerdings ein Bißchen um das zu erkennen.

Es läuft gerade gut. Ich hoffe das wird so bleiben. Euch wünsche ich das auch. Ihr, die Ihr lest was ich zu sagen habe.

Sport als Teil der Veränderung

Letzthin las ich folgende Weisheit im Twitterstream:

Nichts Neues aber trotzdem einleuchtend. Ich neige ja leider auch manchmal ein bißchen zu übertriebenem Selbstmitleid, obwohl ich das eigentlich wie die Pest hasse. Natürlich gibt es eine riesige Menge Menschen, denen es wirklich an die Substanz geht, trotzdem lebe ich natürlich in erster Linie mein eigenes Leben und wenn sich das nicht gut anfühlt, ist das wesentlich näher als Hungersnot, Naturkatastrophen und Krieg in fernen Ländern. Das ist keine Ignoranz sondern einfach eine Tatsache. Idealismus und die Hoffnung auf eine bessere Welt bleiben ja trotzdem.

Nun aber zum eigentlichen Thema: Sport. Weiterlesen

Lange nichts geschrieben – sowas wie ein Manifest

Ich würde gerne mehr schreiben, aber oftmals fehlt mir einfach der Antrieb. Nicht das Interesse oder die Lust, sondern ganz einfach der letzte Impuls sich hinzusetzen und drauf los zu tippen. Dabei gibt es doch eigentlich genug Dinge über die ich mir Tag ein, Tag aus Gedanken mache. Nein, es ist sogar viel schlimmer, es gibt viel zu viele Dinge die permanent durch meine Neuronen blitzen. Da ist es schwer einen Gedanken festzuhalten, ihn zu kristallisieren und in Worte zu fassen. Weiterlesen

Die 10 besten Jahresrückblicke der letzten 10 Jahre

Vorwort: Ich habe diesen Beitrag kurz vor Silvester verfasst, aber aus diversen Gründen nicht abgeschickt. Ich wollte einfach nicht so viel rumjammern. Obwohl ich das Gefühl habe, allen Grund dazu zu haben. Ich möchte ihn nun aber trotzdem posten. Jetzt, knapp 3 Monate später, hat sich in meinem Leben leider nicht viel zum besseren gewendet. Ich werde in meinem nächsten Beitrag auch ein bißchen mehr Einblicke in das Chaos in meinem Kopf geben. Ich versuche dabei auch so wenig wie möglich rumzuheulen. Versprochen. Als Wiedergutmachung, habe ich dann auch noch ein paar andere Themen in petto, welche ich gerne präsentieren würde. Nun aber noch etwas verspätet meine Gedanken kurz vor dem Jahreswechsel.

Nein, ich werde jetzt nicht Monat für Monat mein persönlichen Highlights und Tiefpunkte des Jahres 2011 wiederkäuen. Nur ein stilles, kurzes Resumé ziehen: Liebes 2011, Du warst nicht weniger scheiße mäßig als 2010. Mal im Ernst, was sollte das? Gaukelst mir immer vor das alles prima wird und drehst dann nochmal das Messer um nachdem Du es in meinen Rücken gestoßen hast? Na schön. Damit muß ich leben. War ja auch nicht alles schlecht. Abgesehen davon dass ich Weihnachten dieses Jahr alleine im Kreise meiner Vorfahren verbracht habe, dass ich das Interesse an Technik und Wissenschaft fast gänzlich verloren habe und dass auch mein Blick auf die Entwicklung der Welt nicht sonderlich zur Entwicklung von Optimismus beigetragen hat.

Ok, ich sollte mich davon nicht so beeindrucken lassen. Habe ja auch gelernt, mich mehr um mich zu kümmern als um Dinge, die ich ohnehin nicht ändern kann. Was ich aber ändern konnte, war ich. Sicher sieht nicht jeder diese Veränderung mit Wohlwollen. Aber hey, ist mir egal. Diese Einstellung kann man vielleicht als postpubertäre Renitenz bezeichnen oder einfach Selbsterkenntnis. Und damit meine ich nicht primär mein Styleupdate mit dem Gockelkamm oder 10kg weniger auf der Wage. Vielleicht ist es nur das Wegfallen eines Fixpunktes der mir die Augen geöffnet hat. Anfänglich bin ich mit selbstmitleidiger Resignation allen auf den Wecker gefallen, denen es gerade mal gut ging. Nun mache ich was ich für ich richtig halte und schaue was kommt. Vorsätze fürs neue Jahr? Nö. Irgendwas machen.

Manic!

Manien. Eine psychische Störung, bei denen der oder die Betroffe in eine Art rasenden, unbegründet motivierten Arbeitseifer verfällt. Ich weiß nicht ob ich gerade in solch einer Situation bin, jedenfalls habe ich seit ein paar Tagen das Bedürfnis alles umzukrempeln. Einige haben es ja schon bemerkt. Mein Sideblog hat sein äußeres verändert, ein Tumblr ist hinzugekommen und jetzt habe ich noch meine Hauptseite eingestampft um Platz für einen Neuanfang zu schaffen. Strukturen kreieren, aufräumen und destilieren.

Außerdem mache ich gerade sehr viel für meine Diplomarbeit, habe einige persönliche Dinge angegangen, die ich wohl schon viel zu lange vor mir hergeschoben habe und bin dabei einen kompletten Neustart zu planen. Wenn man merkt, dass man jahrelang in eine Sackgasse gelaufen ist, dann fällt es irgendwann unglaublich schwer, stehen zu bleiben und wieder umzukehren, obwohl es das einzig Richtige ist. Wie heißt so schön bei den IT Leuten – „have you tried turning it off and on again?“

Ich bin sehr froh, dass es Menschen gibt, die mir ehrlichen Rückhalt geben. Denen möchte ich an dieser Stelle Danke sagen.

Sterne

„Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.“ (Friedrich Nietzsche, ‚Also sprach Zarathustra‘)

Chaos, davon habe ich jede Menge im Herzen und im Verstand. Ich hielt wunderschöne Sterne in den Händen, doch der Lauf der Welten ist unbarmherzig stringent. Einige Sterne werden zu Supernovae, einige nur weiße Zwerge aber meine werden irgendwie immer zu schwarzen Löchern.

Zuversicht und Motivation versinken einmal mehr im nachtschwarzen Ozean der Schicksalswahrnehmung. Jammern und wüten bringt überdies aber auch nicht mehr als noch mehr Öl ins Feuer der Selbstbemitleidung zu gießen. Ich würde ja gerne sagen können des Lebens überdrüssig zu sein, aber das wäre falsch. Ich bin nur enttäuscht von den Dingen, die ständig geschehen obwohl ich ihrer schon im Vorfeld bewusst bin und doch nichts dagegen tun kann. Vielleicht selbsterfüllende Prophezeiungen oder doch nur Determinismus. Mein Verstand ist nicht in der Lage sich auf wichtige Dinge zu fokussieren, also meine Hauptaufgaben, nervt mich aber den ganzen Tag und, was noch viel schlimmer ist, die ganze Nacht mit Analysen und Prognosen von Kausalitäten in meinem direkten Umfeld und darüber hinaus. Schönen Dank auch liebes Gehirn. Und die Opposition zum Verstand hilft mir auch nicht viel weiter. Yin und Yang sind gerade nicht so im Einklang. Und ich am Ende.

 

Geschützt: All the good things come to an end…

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