Review zum VIII Amphi Festival

Erfurt, 21.07.2012 5:15 UTC+1: Mein Handy blinkt und teilt mir mit dass mein einziger Mitfahrer es arbeitsbedingt leider nicht schafft, um 7 bereit zur Abfahrt nach Köln zu sein. Schade, die paar Kröten hätte ich gut gebrauchen können, vor allem weil rein zufällig der Spritpreis mal wieder auf 1,68€/l pünktlich zum Ferienstart in Thüringen angestiegen ist. Aber was will man machen. Das Leben ist nunmal kein Ponyhof. Also hieß es alleine auf die Autobahn. Dann doch etwas später als geplant, aber so ist das ja irgendwie fast immer. Die 368km nach Köln waren staulos (sowas soll’s geben!) in etwas mehr als 3,5h abgefahren und das Zimmer im Palazzo Prozzi (ibis budget) schnell bezogen. Ich muß sagen, dafür dass es die Anmutung einer Schiffskajüte im 10. Unterdeck hatte, war es echt gemütlich. Aber eigentlich war ich ja nicht wegen der bombastischen Unterkunft sondern wegen des Amphi Festivals da.

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WGT Tagebuch #4

Es ist schon wieder Montag und der letzte Tag ist angebrochen nachdem wir beinahe das Frühstück verpasst haben. Aber der Familienhaftigkeit der Pension sei dank müssen wir nicht ohne etwas im Magen zu haben aus dem Haus. Uns steckt das viele umherlaufen, rumstehen und natürlich auch das Tanzen schon ziemlich in den Knochen. Mein Rücken fühlt sich gleich mal 40 Jahre älter an und von meinen Füßen brauch ich gar nicht erst anfangen. Aber ich will jetzt nicht jammern sondern vom gestrigen Tag berichten. Der ist aber auch relativ schnell zusammengefasst.

Frühstück, duschen und bloggen zogen sich bis etwa zum Mittag hin. Aufgetakelt und unterhopft haben wir uns dann ersteinmal wieder ins inzwischen hoffnungslos überfüllte heidnische Dorf aufgemacht. Einfach um mal ein bißchen auszuspannen. Zu Wolfenmond und einem Schaschlik für das ich knapp 20min anstehen mußte ging das auch ziemlich gut. Zugleich hab ich festgestellt das eben jene Band mir auch ziemlich gut gefällt. Mittelalterliche Weisen und Elektrogehämmere – joar, damit kann ich mich gerne anfreunden. Eine Flasche Met und 3 Bier tun da auch ihr übriges. Nachdem man dann aber nur noch an den Ständen des Marktes vorbeigeschoben wurde, beschlossen wir dann nochmals in der Agra einzukehren um noch ein bißchen shoppen zu gehen. Bzw, nur Dinge zu tragen, denn mein Budget ist längst erschöpft.

Photos © by Erik Urban & S.

Die Zeit verging dann auch allzuschnell und wir mußten uns langsam aufmachen um die Halle 15. der alten Messe zu erreichen. Als Ersatz für den Kohlrabizirkus beherbergte diese nämlich unser Abendprogramm. Eigentlich war Assemblage 23 der Hauptgrund für unseren Besuch, aber irgendwie fehlte da gänzlich der Druck den man von A23 kennt und so hörten wir den Großteil vor dem Eingang, wo man allerdings trotzdem alles mitbekam. Die Messehalle hat eine prima Akustik! Die uns gänzlich unbekannten Performance haben wir auch geknickt weil schon die ersten Klänge wie Elektroschlager anmuteten. Dafür wurden wir dann mit einem Konzert der Sonderklasse von Camouflage belohnt. Die gibts ja nun auch schon seit ner halben Ewigkeit und ihre ewigen Klassiker „Love is Shield“ und „The great Commandment“ haben wie immer gezündet. Danach war allerdings der Tag auch schon wieder rum denn für das heute anstehende Programm von Absinth, Blutsaugenden Zombies und Elektronischer Körpermusik brauchen wir noch ein bißchen Kraft. Auf die grüne Fee freue ich mich jetzt ersteinmal ganz besonders. Jamjam!