Summer Breeze 2012

Kurzmitteilung

Aller guten Dinge sind 3. Nach dem Wave-Gotik-Treffen und dem Amphi-Festival geht es morgen in aller Früh‘ von Jena nach Dinkelsbühl zum Summer Breeze! Geile Scheiße! Meine Sturmzeit des Metals ist zwar schon ein bißchen her aber irgendwie sticht es mich gerade mal wieder 3 Tage mit Bier und dreckigem Lärm zu verbringen. Wo ich nun letztendlich genau hingehe, habe ich mir noch nicht so richtig überlegt, aber das mache ich dann vor Ort. Aber es ist schon einiges für mich dabei, was sich lohnt. ASP, Amon Amarth, Die Kassierer (bloß nicht in den vorderen Reihen ^^), Lacuna Coil, Sepultura, Deathstars … ja, da ist schon ein bißchen was dabei.

Summer Breeze 2012 Lineup

Summer Breeze 2012 Lineup

Für diesen Zweck habe ich meine alte Knippse exhumiert und hoffe dass die Fuji Finepix S5000 aus der späten Bronzezeit noch ordentlich funktioniert. Bilder fürs Portfolio wird es damit zwar nicht geben, aber zumindest ein paar Impressionen 🙂 Man darf gespannt sein!

Während ich diese Zeilen hier tippe, ist der Zeltplatz bereits eröffnet und wird von Menschenmassen überströmt. Aber so sind Festivals!

Review zum VIII Amphi Festival

Erfurt, 21.07.2012 5:15 UTC+1: Mein Handy blinkt und teilt mir mit dass mein einziger Mitfahrer es arbeitsbedingt leider nicht schafft, um 7 bereit zur Abfahrt nach Köln zu sein. Schade, die paar Kröten hätte ich gut gebrauchen können, vor allem weil rein zufällig der Spritpreis mal wieder auf 1,68€/l pünktlich zum Ferienstart in Thüringen angestiegen ist. Aber was will man machen. Das Leben ist nunmal kein Ponyhof. Also hieß es alleine auf die Autobahn. Dann doch etwas später als geplant, aber so ist das ja irgendwie fast immer. Die 368km nach Köln waren staulos (sowas soll’s geben!) in etwas mehr als 3,5h abgefahren und das Zimmer im Palazzo Prozzi (ibis budget) schnell bezogen. Ich muß sagen, dafür dass es die Anmutung einer Schiffskajüte im 10. Unterdeck hatte, war es echt gemütlich. Aber eigentlich war ich ja nicht wegen der bombastischen Unterkunft sondern wegen des Amphi Festivals da.

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Bunte Republik Neustadt 2012

Dresden, Neustadt. Einmal im Jahr wird es bunt, laut und vor allem voll. Die BRN ist inzwischen ein Magnet für eine Vielzahl von Menschen geworden. Bei weitem nicht nur Punks und Hippies sondern vor allem partylaunige junge und junggebliebene Menschen bevölkern jeden Quadratmeter zwischen Albertplatz und Alaunpark. Konzerte, „Workshops“ und DJs an allen Bühnen, Ecken und Balkons. Es gibt Paderborner Pilsner aus der Dose, das für ’nen Euro am Straßenrand verkauft wird. Eine gute Gelegenheit um mit alten und neuen Freunden auf das (noch) schöne Wetter anzustoßen.

Ich bin zwar eigentlich nicht zum Konzertphotos machen auf die BRN gegangen, aber da ich den schweren Eumel von Knippse ja nun dabei hatte, habe ich von der Görlitzer Ska-Truppe Yellow Cap ein paar Bilder gemacht. Das war auch echt vergnüglich und leutete leider schon das relativ zeitige Ende des Samstages ein denn kurz nach Ende des Konzertes begann es zu regnen als ob es kein Morgen geben soll. Als ich dann die ersten Wassertropfen unter dem Displayschutz meiner Kamera rumblubbern sah, beschloss ich den Heimweg anzutreten. Es war zwar ein kurzer Besuch, dafür aber ein recht schöner.

21. Wave-Gotik-Treffen | Der Rest

Ach da habe ich natürlich mal wieder zuviel im Vorfeld rumgeblökt und es dann doch nicht geschafft. Mea culpa maxima! Aber solange die Erinnerungen noch da sind, möchte ich zumindest resumieren was am Samstag, Sonntag und Montag des 21. WGT noch so geschah. Ich hoffe ich bekomme noch alles zusammen, denn ein Begleiter war so ziemlich immer dabei, nämlich der böse Geist aus der Flasche in seinen zahlreichen Erscheinungsformen. Aber erstmal Eines nach dem Anderen.

Tag 2 – Samstag, 26. Mai 2012

Der Tag begann ruhig und gediegen irgendwann gegen 8:30 mit Frühstück auf dem Zimmer. Um das mal vorwegzunehmen, wir haben meistens im Zimmer gegessen weil das unterm Strich bedeutend billiger ist, als sich irgendwo für viel Geld irgendwas fettiges und wenig nahrhaftes zu holen. Das erste, was ich an diesem Tag tun wollte, war in der Sixtina traditionell meinen Lieblingsabsinth einzunehmen. Libertine 72 heißt das edle Gesöff, welches ich mir dann so um die Mittagszeit gemütlich über den Gaumen goss – quasi als kleine Vorbereitung auf das Konzert, auf welches ich mich schon seit der Ankündigung freute, nämlich Lambda, dem Sideproject des Adversus Kontrabassisten Carsten Hundt. Eine Symbiose aus Kontrabass, elektronischen Variationen und, was neu im Vergleich zum Album „Weites Land“ war, einer sehr schönen Frauenstimme (Mareike Greb). Eine echte Empfehlung für Fans elegischer aber anspruchsvoller Musik. Der Soundcheck hat allerdings ewig gedauert da eine ziemlich penetrante Brummschleife sonst den Eindruck des Konzertes absolut versaut hätte. Wobei das die vielen gackernden Gruftis im Innenhof der Sixtina beinahe auch geschafft hätten. Aber sei’s drum, es war sehr schön und mit einer Flasche Odin Trunk, erträgt man auch das.

Der Nachmittag stand dann im Zeichen der Verkaufsstände in der Agra Messe. Die Kommerzialisierung wird zwar von allen angeprangert, gekauft wird trotzdem fleißig. Ich habe es allerdings bei einem kleinen, unbedeutenden Accessoir belassen. Um dann noch ein bißchen Musikprogramm mitzumachen, ging es gleich nach Öffnung der Konzerthalle in der Agra zu Grendel. Knackiger Aggrotech (laut Tante Wiki), solide, gut tanzbar. Fand ich schon das letzte mal gut, als sie das Pech hatten bei hellerlichtem Tag den noch verkaterten Schwärzlingen einzuheizen.

Danach war wieder das Heidnische Dorf Anlaufstelle. Zunächst nur um die Kehlen zu befeuchten, gegen 22 Uhr dann aber wegen eines Konzerthighlightes. Qntal habe ich bisher nur einmal gesehen, es muß etwa 2002 gewesen, und danach nie wieder, da man einfach nicht mehr in die Veranstaltungsorte reinkam. Umso schöner war es dann mein Lieblingslied Sumer (welches in Deinem Land mal wieder nicht verfügbar ist*), live in der Atmosphäre des „Mittelalters“ zu genießen. Die Stunde verging dann leider auch ziemlich schnell, die Lust aufs zappeln gehen eher nicht so.

In der kleineren Halle Agra 4.2 legten die DJs Sculscraper und Chris einen etwas seltsamen Mix aus Industrial, Noise und ähm Benni Benassi auf. Es hat auf jeden Fall gereicht um sich eine Blase am großen Zeh zu tanzen. Gegen 2:00 konnte ich dann meinen Fuß und mich selbst aufs Bett krachen um gemütlich bis zum Sonntagsprogramm zu grunzen. Weiterlesen

VII. Amphi Festival 2011

Das diesjährige Amphifestival am Tanzbrunnen in Köln war für mich sowohl ein erstes mal in Köln als auch mein Debut was das Amphi Festival angeht. Obwohl ich schon Freitag früh mit irgendeinem undefinierbaren Unwohlsein im Bauche nach Heidelberg aufbrach, freute ich mich darauf meine Freundin wieder zu sehen um am Samstag in aller frühe in die Jugendherberge neben dem Kölner Bahnhof, und somit auch dem Dom, aufzubrechen. Punkt 10.00 Uhr trafen wir zusammen mit unserer Festivalbegleitung am Ziel ein. Zusammen mit meiner lieben Schulfreundin und Bloggerin sowie ihrem Freund teilten wir uns ein Zimmer im Pathpoint Hostel, welches im Übrigen für eine Jugendherberge wirklich gut in Schuss war. Aber das Zimmer war ja nur eine Notwendigkeit wenn man zwei Tage Konzerte vor sich hat. Der Tanzbrunnen war über die Eisenbahnbrücke zu Fuß in etwa 20 Minuten zu erlaufen und so machten wir uns am frühen Nachmittag auf um unseren Konzertplan abzuarbeiten. Der Samstag war dahingehend recht gediegen. Den Anfang machten mind.in.a.box, die ich schon lange mal live sehen wollte. Interessant war es allemal denn das Pitching von Stefan Poiss‘ Stimme klingt nicht nur auf Konserve cool. Allerdings muß ich die Tontechniker rügen. Es war ziemlich mies ausgesteuert und die ständigen Rückkopplungen waren eine Herausforderung fürs Trommelfell, um es mal vorsichtig auszudrücken. Die 40 Minuten waren auch schnell herum und im Theater warteten zunächst Rome und dann Persephone auf Beifall (letztere sogar buchstäblich *lol*). Nicht zu unrecht denn die angenehme Atmosphäre des bestuhlten Saales und die tollen Darbietungen gefielen mir sehr. Rome kannte ich bis dato nur namentlich, bin aber sehr positiv überrascht von dieser Dark-Folk Formation. Ich persönlich war aber eher wegen Persephone da. Nachdem ich es bis dato nie geschafft oder sie verpasst habe, klappte es nun endlich das Sideproject von Sonja Kraushofer (L’âme immortelle) endlich mal live und in farbe zusammen mit Piaon, Percussion und 3 Streichern zu erleben. Allerdings erst nach dem ersten Applaus. Ohne dem ging es nicht los. Was dann folgte war dem aber schon würdig. Die nicht mehr ganz so gertenschlanke Sonja hat offenbar sehr viel Herzblut in dieses Projekt gesteckt und mit viel Theatralik ihre meist sehr melancholischen Stücke mit Motiven aus verschiedenen – vorrangig aber der griechischen – Mythologien präsentiert.

Nachdem die letzte Zugabe gespielt und der Saal geleert wurde, hatten wir viel Zeit bis zum Abendprogramm. Die konnten wir mit einer vollkommen überteuerten Mahlzeit und ein bißchen Ausruhen überbrücken. Leider hat beides nicht ausgereicht um sich auf Suicide Commando und Hocicovorzubereiten denn die unerträglich stickige Luft im Staatenhaus und allgemeine Ermüdung rieten uns den Heimweg anzutreten. Das war für den Himmel wohl so traurig dass er die Schleusen für den gesamten Heimweg öffnete. Nun gibt es aber erstmal ein paar Photos vom Samstag.

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WGT Tagebuch #4

Es ist schon wieder Montag und der letzte Tag ist angebrochen nachdem wir beinahe das Frühstück verpasst haben. Aber der Familienhaftigkeit der Pension sei dank müssen wir nicht ohne etwas im Magen zu haben aus dem Haus. Uns steckt das viele umherlaufen, rumstehen und natürlich auch das Tanzen schon ziemlich in den Knochen. Mein Rücken fühlt sich gleich mal 40 Jahre älter an und von meinen Füßen brauch ich gar nicht erst anfangen. Aber ich will jetzt nicht jammern sondern vom gestrigen Tag berichten. Der ist aber auch relativ schnell zusammengefasst.

Frühstück, duschen und bloggen zogen sich bis etwa zum Mittag hin. Aufgetakelt und unterhopft haben wir uns dann ersteinmal wieder ins inzwischen hoffnungslos überfüllte heidnische Dorf aufgemacht. Einfach um mal ein bißchen auszuspannen. Zu Wolfenmond und einem Schaschlik für das ich knapp 20min anstehen mußte ging das auch ziemlich gut. Zugleich hab ich festgestellt das eben jene Band mir auch ziemlich gut gefällt. Mittelalterliche Weisen und Elektrogehämmere – joar, damit kann ich mich gerne anfreunden. Eine Flasche Met und 3 Bier tun da auch ihr übriges. Nachdem man dann aber nur noch an den Ständen des Marktes vorbeigeschoben wurde, beschlossen wir dann nochmals in der Agra einzukehren um noch ein bißchen shoppen zu gehen. Bzw, nur Dinge zu tragen, denn mein Budget ist längst erschöpft.

Photos © by Erik Urban & S.

Die Zeit verging dann auch allzuschnell und wir mußten uns langsam aufmachen um die Halle 15. der alten Messe zu erreichen. Als Ersatz für den Kohlrabizirkus beherbergte diese nämlich unser Abendprogramm. Eigentlich war Assemblage 23 der Hauptgrund für unseren Besuch, aber irgendwie fehlte da gänzlich der Druck den man von A23 kennt und so hörten wir den Großteil vor dem Eingang, wo man allerdings trotzdem alles mitbekam. Die Messehalle hat eine prima Akustik! Die uns gänzlich unbekannten Performance haben wir auch geknickt weil schon die ersten Klänge wie Elektroschlager anmuteten. Dafür wurden wir dann mit einem Konzert der Sonderklasse von Camouflage belohnt. Die gibts ja nun auch schon seit ner halben Ewigkeit und ihre ewigen Klassiker „Love is Shield“ und „The great Commandment“ haben wie immer gezündet. Danach war allerdings der Tag auch schon wieder rum denn für das heute anstehende Programm von Absinth, Blutsaugenden Zombies und Elektronischer Körpermusik brauchen wir noch ein bißchen Kraft. Auf die grüne Fee freue ich mich jetzt ersteinmal ganz besonders. Jamjam!

WGT Tagebuch #2

Es ist Samstag der 11. Juni 2011, wir haben gut geschlafen, gut gefrühstückt und nach einer erquicklichen Dusche um den Schweiß des gestrigen Abend abzuwaschen, steht nun ein frisch geköpftes Staropramen auf dem Hoteltisch während meine bessere Hälfte noch am Styling werkelt. Das sie gestern erst relativ spät aus dem fernen Heidelberg anreisen konnte, war der Tag eigentlich mit organisatorischen Dingen gefüllt. Aber es hat auf jeden Fall gereicht um ein paar Bier zu stürzen, in der WGT Messe 15€ für Klimbim auszugeben und sich einen Überblick über die Massen an Gothic-Krimskrams zu verschaffen der jedes Jahr feilgeboten wird. Nachdem dann auch meine Herzdame angekommen war und seltsamerweise auch ohne Obsorgeticket Zeltplatzbändchen bekommen hat, ging es endlich in die Agra Haupthalle wo 3 Konzerte in Folge stattfinden sollten.

Den Anfang machten Umbra et Imago, die ich vor einer halben Ewigkeit einmal gesehen habe und die  mich musikalisch bis heute nicht sonderlich angesprochen haben. Nichtsdestotrotz ist Mozart, seines Zeichens Frontmann der Band und etablierte Szenegröße, eine begabter Entertainer der mit Witz und Selbstironie eine Reformation der kommerzialisierten schwarzen Kultur anregte. Ein bißchen mitwippen und beim Cover des Falco Songs „Rock me Amadeus“ auch mithüpfen, sowie ein bißchen Fleischbeschau am Ende der Show (Umbra et Imago sind bekannt für ihre P18 Shows) und der Zauber war zunächst Vorbei und Durst und Hunger übernahmen die Führung. Deshalb gab es dann ersteinmal ein Bier um den Flüssigkeitshaushalt zu balancieren und eine Currywurst um die Elektrolyte nachzufüllen. Beides war nötig für den nächsten und auch ziemlich lang ersehnten Act: Covenant. Die schwedische Electroformation um Frontmann und Synthesizerzauberer Eskil hatte sichtlich Spaß am Einheizen der grobgeschätzt 5000 Leute vor ihm und wir hatten unseren Spaß beim Tanzen zu Perlen der Musikgeschichte wie „We stand alone“ und dem Klassiker „Der Leiermann„. Awesome. Kann man nicht anders sagen. Aber auch bullenwarm. Das Bier als Übergang zum Headliner des Abends floß auch rein wie Wasser in der Wüste. Für Deine Lakaien haben wir uns dann auch ziemlich weit nach vorne gekämpft denn schon die „Kommandozentrale“ aus einem Flügel, Mehreren Synthesizern und dazugehöriger Elektronik um das Musikgenie Ernst Horn, sind ein lustiger Anblick. Die Stimme dieser Ausnahmeband ist ja seit jeher der vampiresque-distinguierte Sänger mit der Samtstimme Alexander Veljanov welcher aus der gesamten Bandgeschichte, die ja inzwischen auch schon 25 Jähriges Bestehen hinter sich haben, mal sanft und mal kraftvoll ein breites Repertoir darbot. Wirklich toll und Songs wie „Gone“ sind einfach zu schön um sie zu ignorieren:

Mal sehen was der heutige Tag bietet. Für den Abend ist ja eher was kräftigeres angedacht. Meine armen Knie werden nach Faderhead, Feindflug und Front 242 sicher ziemlich hinüber sein. Von meinem Rücken will ich da noch gar nicht sprechen. Zuvor wird aber mal das Heidnische Dorf heimgesucht. Ich werde heute auch die Kamera mitnehmen. Dann geht es mit ein paar Impressionen weiter.