Und plötzlich: Ballett
Jedenfalls hat es mir sehr gefallen und ich habe ein breites Spektrum an Stilen kennengelernt, weiß jetzt was sich hinter Arabesque und Plié verbirgt und es hat mir nicht geschadet mich einmal intensiver mit den Feinheiten verschiedenster Bewegungen im Kontext einer durch Tanz erzählten Geschichte auseinanderzusetzen. Es ist eben nicht nur Rumgehoppse und irre Verrenkungen sondern Choreographien die mit Gefühl und Kraft die Ästhetik der Bewegung zelebrieren. Man könnte meinen, die Grundausbildungen von Ninjas und Ballerinas sind identisch, denn sie scheinen der Schwerkraft zu trotzen und haben wohl nur Verachtung für die Grenzen des menschlichen Bewegungsapparates.
Der folgende Trailer gibt ein wenig Einblick in diese Mannigfaltigkeit
(via koolfilm.de)Auch wenn die u.a. in dieser Doku betrachtete Nurejew Inszenierung von Tschaikowskis Nussknacker das Prädikat "Exzellent" verdient hat, gefiel mir die moderne Tanzperformance "Genus" von Wayne McGregor am besten. Es hatte ein bißchen was von krumpenden Engeln:
Abgesehen von den schönen Einblicken in das Ballett, gab es noch ein wenig Trivia über das Pariser Opernhaus. Interessanterweise gibt es in den Katakomben des Hauses Fische und auf dem Dach einen Bienenstock. Meine Vorbehalte in eine Balletinszenierung zu gehen sind jedenfalls drastisch gesunken. Dafür ist der Anspruch daran gleich ziemlich explodiert denn die Filigranität so superber Ensemble wie diesen, habe ich in diesem Film schnell schätzen gelernt.
Trotzdem bleibe ich ein Mann. Und als Photograph würde ich sehr gerne mal eine Ballettänzerin mit der Kamera begleiten. Jetzt mehr denn je.

