Von Katzen im Kopf und verbogenen Gabeln
Es ist November. Sehr sogar. "Mit Sichtweiten unter 50m ist zu rechnen." Das bißchen Euphorie nach der bestanden Studienarbeit am Donnerstag letzte Woche, wich schnell einem leichten Brummschädel am nächsten Tag. Zelebriert wurde in meinen vier Wänden; für Einige als warm-up für eine anschließende Faschingsparty. Höhepunkt des Abends war ein Mankini - es gibt ihn wirklich. Dazu muß ich nichts weiter sagen.
Das Wochenende bot leider auch nicht viele Möglichkeiten mal die Füße hochzulegen. Stattdessen wurden eben jene noch um einiges mehr beansprucht als sonst. Zunächst ging es am Samstag Abend (mal wieder) in den alten Schlachthof zu Dresden zum Konzert von Project Pitchfork. Obwohl ich diese Band schon seit vielen Jahren wirklich klasse finde, war der 13.11.2010 für mich ein mehrfaches Debut. Zunächst mal dass ich es überhaupt geschafft habe sie mal live zu sehen. Was aber bei weitem noch wichtiger ist, ich habe es wirklich erlebt. Kurz vor Beginn des Konzertes beschränkte sich das Publikum auf eine Handvoll Besucher und das gänzliche Fehlen von irgendwelchem Bühnenpersonal, ließ die Befürchtung offen dass das eher eine lahme Veranstaltung wird. Ich irrte. Die Vorband Lost Area hat mir persönlich zwar ganz gut gefallen, wurde aber von ein paar lautstarken Pitchfork Fans mit Pfiffen und Gegröhle übertönt. Sie spielten ihr Lineup, freuten sich darüber dass die Stimmung langsam Aufwind bekam und übergaben das Wort nach einer kurzen Pause an den Hauptact. Und der Krieg begann. Ich hab eine Stunde Korn beim Highfield in der dritten Reihe er- und überlebt. Aber schon nach wenigen Sekunden verwandelte sich die Menge vor der Bühne in eine einzige schwitzende und pulsierende Masse aus der ich schon nach relativ kurzer Zeit rausdiffundiert bin. Insgesamt war es aber ein grandioses Erlebnis dass ich schon gerne nochmal erleben würde. Einen kompletten Konzertbericht habe ich auf die Schnelle hier gefunden sowie auch photographische Eindrücke.
In der Röhre gibt's natürlich auch bewegte Bilder:
Shakycamaufnahme von Timekiller - Live @ Alter Schlachthofe Dresden am 13.11.2010
Nach einer sehr kurzen Nacht mußte/wollte (je nachdem wer mich fragt) stand ich dann Sonntag 8:30 mit Photoausrüstung bereit für ein sehr langes Photoshooting. Das wegen Schlechtwetter verschobene Racetech-Kalenderprojekt stand an. 1 Tag, 10 Szenen in der ganzen Stadt. Was hab ich mir da eingebrockt? Viel Arbeit und umherziehen, delegieren, arrangieren, kreativ sein und vor allem gezielt arbeiten. In dem Ausmaß war auch das ein echtes erstes mal. Außerdem war es das Debut für ein neues Spielzeug über das ich demnächst auf meinem Hauptblog noch ausführlich berichten werde. Unterm Strich war es aber ein sehr erfolgreicher Tag denn es lief soweit alles glatt und sogar das Wetter präsentierte sich mit novemberuntypischen 18°C und überwiegend Sonnenschein bis hin zu einer wunderschönen blauen Stunde vor dem Freiberger Schloß. Aber ich war sehr froh als ich dann 22:30 endlich alles was mit dem Projekt zu tun hatte erstmal von mir schieben konnte. Soviel zum Thema Füße hochlegen. Da die Kalendermotive der Überraschunghalber noch nicht präsentiert werden sollen, gibt es "nur" ein kleines HDRI dass im Nachgang noch entstanden ist.
Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit.
