Sport als Teil der Veränderung

Letzthin las ich folgende Weisheit im Twitterstream:

Nichts Neues aber trotzdem einleuchtend. Ich neige ja leider auch manchmal ein bißchen zu übertriebenem Selbstmitleid, obwohl ich das eigentlich wie die Pest hasse. Natürlich gibt es eine riesige Menge Menschen, denen es wirklich an die Substanz geht, trotzdem lebe ich natürlich in erster Linie mein eigenes Leben und wenn sich das nicht gut anfühlt, ist das wesentlich näher als Hungersnot, Naturkatastrophen und Krieg in fernen Ländern. Das ist keine Ignoranz sondern einfach eine Tatsache. Idealismus und die Hoffnung auf eine bessere Welt bleiben ja trotzdem.

Nun aber zum eigentlichen Thema: Sport. Weiterlesen

Fassathlon!

Seit gestern darf ich mich offiziell „Fassathlot“ nennen. Die phonetische Ähnlichkeit zu „Fassidiot“ ist auch nicht sonderlich weit hergeholt denn wer schnallt sich schon freiwillig ein 10kg schweres 25L Fass auf den Rücken um dann einen Triathlon mit einer zusätzlichen 4. Disziplin, dem Saufen, zu unterziehen? Richtig, Studenten. Meine Motivation den insgesamt knapp 16km langen Parcours zur absolvieren war wohl der Wunsch noch so viele dämliche Sachen mitzumachen wie möglich so lange ich noch in Freiberg bin. Allerdings war es doch wesentlich schwerer als erwartet.

Die erste Station entpuppte sich als halber Todesmarsch. 5km mit kontinuierlicher Steigung zum Soldatenteich rennen ist nicht gerade ein Spaziergang. Der Soldatenteich war die zweite Station. Etwa 180m Schwimmen. Mit einem Fass auf dem Rücken ist auch das kein echter Spaß, aber verglichen mit dem Laufen war es nicht sonderlich schlimm. Anschließend gab es erstmal ein Beck’s Alkoholfrei. Eine Schande dass sich sowas Bier nennen darf. Aber das nur am Rande. Nachdem ichs dann endlich geschafft habe meine Klamotten zu wechseln gings mit dem Rad weiter. 10 km wovon die Hälfte schön bergab ging, die andere dafür umso härter Bergauf. Und dann passierte es.Wadenkrämpfe Alarmstufe:Rot. Naja, half alles nichts – nur Zähne zusammenbeißen und im Schneckentempo bis ins Ziel radeln. Als ich dann endlich mein Fahrrad abgestellt hab und ins Ziel gehumpelt bin, kam die erlösende letzte Disziplin. 1L frisches, kühles Pils. Außerdem das wirklich tolle Gefühl etwas geschafft zu haben. Es war zwar nur ein ehrenvoller 57. Platz (*hust*), aber dafür dass ich so gut wie kaum dafür trainiert hab und ich es ins Ziel geschafft hab, war es eine gute Erfahrung. Und beim nächsten mal ist mehr drin. Und da werd ich hoffentlich nicht wieder mit der Spitzensportlergruppe starten. Was bleibt ist Moment erstmal tierischer Muskelkater von der Hüfte an abwärts, eine Urkunde und der Titel Fassathlot einer Weltmeisterschaft. Juhu!

Da ich leider selbst keine Photos von diesem tollen Event machen konnte, möchte ich an dieser Stelle meinem geschätzten Kollegen und Freund Frieder Birkholz danken fürs Festhalten der „schönsten“ Momente. Seine Internetpräsenz: www.schneepfade.de

Wer sich für den Fassathlon ansich interessiert, er findet schließlich jedes Jahr statt, sollte sich mal auf:

www.fassathlon.de kundig machen.

Sport, frei!

…wie habe ich diesen Satz in der Schule gehasst. Wenn man in einer Reihe aufgestellt in der Turnhalle oder noch viel schlimmer auf dem Sportplatz mit dieser Parole stressige 2h rumhampeln ankündigen mußte. Aber die Dinge ändern sich. Man wird älter und stellt fest dass der Körper nicht von allein in Form bleibt. Schon gar nicht wenn man die meiste Zeit vor einem Schreibtisch oder in einem Hörsaal sitzt. Wie dem auch sei, ich habe vor 2 Wochen den Schritt in ein Fitnesstudio gewagt. War ich doch früher auch nicht sonderlich scharf darauf, habe ich gemerkt dass es gar nicht so schlecht ist. Unter Anleitung eines Fachkundigen Trainers, ausgerüstet mit einem Trainingsplan schwitzt es sich viel angenehmer als auf Note unter den argwöhnischen Blicken eines Sportlehrers. Auch wenn sich die zahlreichen Übungen 2 Tage später in Form von Körperweitem Muskelkater rächen, ich werde das jetzt regelmäßig durchziehen. Nicht nur weil meine Kondition schlechter ist als die eines Toten, sondern auch weil regelmäßiger Bewegunsgmangel sich in meiner Körperform bemerkbar gemacht hat. Es ist zwar noch nicht dramatisch, aber irgendwie störts mich doch. In diesem Sinne, „Sport, frei!“