Posterous theme by Cory Watilo

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Everything ripped apart in a Freiberg minute

Der Titel bezieht sich auf eine Episode des Film Noir-Videospiels Max Payne, welches mir schon allein wegen des düsteren Winterszenarios gefallen hat. Als ich gestern früh aus dem Fenster sah, offenbarte sich mir ein Anblick der mich wieder daran erinnerte. Fehlen nur noch Polizeisirenen, brennende Autos und einen auf Rache sinnender Ex-Cop. Am Ende blieb es bei einer simplen Schneeballschlacht und die einzige Rote Flüssigkeit war Glühwein. Dessen Saison wird offiziell morgen zusammen mit dem Freiberger Weihnachtsmarkt eröffnet. Mal sehen wie lange es dauert bis mir der Trubel auf den Keks geht.

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Snow was falling like ashes from post-apocalyptic skies.

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Bonsoir tristesse

Ich hoffe ich bekomme wegen des Titels keine rechtlichen Problem wegen der Ähnlichkeit zu Françoise Sagans Roman aber er trifft ziemlich exakt das aktuelle Gefühl. Freiberg wird nun allmählich mehr und mehr von Väterchen Frost und seinen unzähligen weiß umhertanzenden Kindern übernommen. Eine seltsame Beklommenheit macht sich breit und beinahe endzeitlich wirkt diese Zeit Jahr für Jahr. Und doch besinnt man sich einmal mehr der Geborgenheit seines Heimes. Vor allem wenn es einem gerade einmal nicht allzugut geht, kann es helfen sich für einen Moment an das Fenster zu setzen, Schneeflocken zu zählen und eine Tasse Tee zu genießen. Gelegenheiten wird es dafür noch genug geben denn die Wetterfrösche prognostizieren ja einen harten Winter. Momentan sieht er noch so aus:

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Ein Hauch von Winter...

Während vor nicht mehr als 2 Tagen in Heidelberg noch goldener Herbst zu bestaunen war, bot sich mir in Freiberg heute früh folgendes Bild:

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Absichtlich in tristem grau gehalten denn diese Tonung wird von nun an die nächsten Monate dominieren. Als ich in Freiberg mein Studium begann, hörte ich folgende (eigentlich scherzhaft gemeinte) Weisheit:

In Freiberg gibt es nur zwei Jahreszeiten. Winter und strengen Winter.

Jedenfalls habe ich mich zwar inzwischen daran gewöhnt dass hier bald Hagel, Schnee und Schneematsch das Tages- & Nachtbild beherrschen werden, darüber freuen kann ich mich aber nur bedingt. Das einzig Schöne ist, wenn man abends nachhause kommt. Ein heißer Tee oder Glühwein wollen den Abend einläuten und das unterschwellige Gefühl dass die Weihnachtszeit bald kommt, heben die Stimmung. Im übrigen boykottiere ich jegliches Weihnachtsgebäck bis zum ersten Dezember. Ich finde es eine Frechheit die Sehnsucht nach weihnachtlicher Beschauligkeit mit einer Lawine aus Lebkuchenherzen und Stollen schon Monate bevor überhaupt das erste Lichtlein brennt, zu ersticken. Ja ganz recht, die ersten Spekulatiustüten, Glühweinpullen und Schokoweihnachtsmänner standen schon in der Kaufhalle, da waren draußen noch 20°C - Freiberg wohlgemerkt. Nein, ich mach da nicht mit. Ich freue mich darauf aber ich möchte dessen nicht schon überdrüssig sein, wenn Weihnachten gerade erst angefangen hat.

Deshalb kehre ich zum ursprünglichen Thema zurück, dem schmuddeligen Novemberwetter. Das hat den Planungen für das Racetechshooting nämlich einen (zugegeben, nicht ganz unerwarteten) Strich durch die Rechnung gemacht. Ganz unglücklich war ich darüber am Sonntag aber nicht, denn vom Letzte Instanz Konzert kamen wir erst gegen 3 Uhr früh in Freiberg an, was den Start des Sonntages insgesamt ein wenig nach hinten geschoben hat. Gelohnt hat es sich aber allemal, denn da es das letzte Tourkonzert vor der Halbzeitpause war, konnte man neben Mina Harker noch eine weitere Vorband belauschen. Das (wohl noch recht unbekannte) Dresdener "Broken Soldiers Project" hat mir sehr gut gefallen. Definitiv auch mehr als Mina Harker. Sorry Mina, nichts für ungut. Aber man war ja eigentlich wegen der Instanz da. Und die haben mit Pyroshow und in etwa sovielen Zugaben wie regulärem Lineup den Schlachthof ziemlich aufgeheizt und den Abend schnell vergehen lassen. Danach gabs noch ein nettes meet&greet am Merch wo sich die Band wie immer viel Zeit für ihre Fans und das eine oder andere Augustiner genommen hat. Immerhin ein Photo mit Benni Cellini und Oskar dem Bären (der mir neben diversen anderen Sachen) zur kurzzeitigen Verwahrung anvertraut wurde.

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© as usual by www.rattenscharfe-photos.de

Ja es ist kindisch sich mit einem Teddybären photographieren zu lassen und ja, ich schaue ein bißchen - naja - debil. So what?

Zum Schluß noch eine Medienempfehlung

Ich gestehe, wenn ich mal 'ne Stunde Leerlauf habe, schaue ich gerne Serien. Nein, nicht GZSZ oder den Marienhof, sondern so ein paar handverlesene US-Serien. Da ich mit den exzellenten ersten drei Staffeln von Breaking Bad leider schon durch bin, war ich sehr froh als mir das schon im Vorfeld berüchtigte The Walking Dead angetragen wurde. Man sollte schon einen starken Magen und einen latenten Faible für Zombies haben wenn man sich diese Serie "antut", denn was einem visuell geboten wird, ist Zuckerschlecken. Ich gestehe, ich habe selten so eine "realistische", wenn man so will, Darstellung von Untoten gesehen. Auch wenn ich  nicht direkt ein Fan von den Hirnfressenden Stinkern bin, so habe ich da doch schon einiges Gesehen. Meistens war es ziemlich lächerlich. Allerdings geht es in der Serie nicht primär darum wie eine Handvoll Überlebender der Zombieapokalypse Stück für Stück (pun intended) dezimiert werden sondern wie sie sich angesichts dieser Aussichtlosigkeit auf menschlicher Ebene verhalten. Und das ist auch nicht immer das was man gerne sehen will aber alles andere als undenkbar. Metacritic vergibt immerhin ziemlich hohe 85 Punkte und eine Synopsis des, nicht ganz so trivialen, Plots gibt es bei Tante Wiki.

Thank you for your attention.